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Fragen und Antworten zum Thema 'Deckungsgrad und Verzinsung'

  1. Wie hoch ist der Deckungsgrad per 30.09.2015?

    Der Deckungsgrad per 30.09.2015 beträgt 106.57% (Vorjahr 107.33%)

  2. Welches sind die Ursachen für den gegenüber Vorjahr gesunkenen Deckungsgrad?

    Der Verlauf der Finanzmärkte entwickelte sich im Geschäftsjahr 2014/2015 sehr volatil. Dabei haben per 30.09.2015 zahlreiche Börsen-Indices zwischen rund minus 3 und 5% abgeschlossen. Im Zuge dieser Entwicklung geriet auch die Performance unserer Pensionskasse unter Druck: zum 30.09.2015 beträgt sie 1.65% (Vorjahr: 8.88%).

  3. Welches sind die vom Stiftungsrat am 10.12.2015 beschlossenen weiteren Massnahmen?

    Ausgehend von diesem Ergebnis hat der Stiftungsrat an seiner Sitzung vom 10. Dezember 2015 entschieden, die gesamten Sparguthaben der aktiven Versicherten ab 1. Januar 2016 mit dem aktuellen BVG-Mindestzinssatz von 1.25% (Kalenderjahr 2015: 1.75% plus eine Zusatzverzinsung von 0.5%) zu verzinsen.

    Im Weiteren hat der Stiftungsrat beschlossen auf den laufenden Renten per 1. Januar 2016 keine Teuerungsanpassung zu gewähren und keine Rentenanpassungen vorzunehmen, weil die Wertschwankungsreserven von 6.57% noch nicht vollständig geäufnet sind (Zielwert: 16.1%). Die Rentenzahlungen laufen somit im Kalenderjahr 2016 in unveränderter Höhe weiter.

    Ausblick

    Der Stiftungsrat wird den Deckungsgradverlauf weiterhin zeitnah überwachen.

    Auf Empfehlung des Experten für berufliche Vorsorge ist eine baldige weitere Reduktion des technischen Zinssatzes vorgesehen. Gleichzeitig wird im Stiftungsrat angesichts der demografischen Entwicklungen gegenwärtig auch über eine weitere Reduktion der reglementarischen Umwandlungssätze diskutiert.

    Der Stiftungsrat behält sich vor, je nach Entwicklung der finanziellen Situation bzw. des Deckungsgrades, ggf. auch unterjährig, Sanierungsmassnahmen zu beschliessen, falls unsere Pensionskasse in eine Unterdeckung fallen sollte.

  4. Welches sind die Grundlagen für eine Minder- oder Nullverzinsung?

    Pt. 31 der Weisung des Bundesrates vom 27.10.2004 über Massnahmen zur Behebung von Unterdeckung in der beruflichen Vorsorge (in Kraft per 01.01.2005) regelt die Minder- oder Nullverzinsung bei umhüllenden Vorsorgeeinrichtungen im Beitragsprimat bei Unterdeckung. Registrierte Vorsorgeeinrichtungen im Beitragsprimat, die mehr als die Mindestleistungen des BVG erbringen (umhüllende Vorsorgeeinrichtungen wie die PK SGS) können im Fall einer Unterdeckung auf dem gesamten Sparguthaben eine Minder- oder Nullverzinsung nach dem Anrechnungsprinzip durchführen. Die Möglichkeit der entsprechenden Verzinsung ist reglementarisch festzuhalten (vgl. Art. 5.3. und 25.2. des Vorsorgereglements der PK SGS).

  5. Bezieht sich die Aussage der Minder- oder Nullverzinsung nur auf den überobligatorischen Teil (nicht BVG) oder auf das gesamte Sparguthaben?

    Die Minder- oder Nullverzinsung versteht sich auf den gesamten Teil der Sparguthaben bzw. Freizügigkeitsleistung FZL (d.h. obligatorischer und überobligatorischer Teil).

  6. Der vom Bundesrat beschlossene Mindestzins auf dem obligatorischen Teil darf bekanntlich nicht unterschritten werden. Wie wird denn eine Nullverzinsung bewerkstelligt?

    Auch wenn es auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, ist die beschlossene Nullverzinsung keine Unterschreitung der BVG-Verzinsung im Sinne von Art. 65d Abs. 4 BVG. Die Minder- oder Nullverzinsung bedeutet, dass das gesamte Altersguthaben mit 0% verzinst wird, jedoch der BVG-Teil (obligatorischer Teil) nach dem Anrechnungsprinzip (vgl. Art. 31 BVG) mit dem BVG-Minimalzins steigt (erhöht wird) und der überobligatorische Teil entsprechend sinkt (reduziert wird). Fazit: Die Summe der Zinsen auf dem gesamten Sparkapital beträgt bei einer Null-Verzinsung => 0%, wobei je nach Gewichtung des obligatorischen bzw. überobligatorischen Anteils des Sparkapitals, eine grössere bzw. kleinere individuelle Minus-Verzinsung auf dem überobligatorischen Teil zum Tragen kommt.

    Beispiele zu den Verzinsungsvarianten

  7. Generelle Frage: Wird bei Kassen mit hohem Rentenanteil die Behebung einer Unterdeckung schwieriger, als bei Kassen mit geringem Rentenanteil?

    Ja, die Behebung einer Unterdeckung ist bei einer Kasse mit höherem Rentneranteil anspruchsvoller als bei einer Kasse mit geringem Rentnerbestand. Auf eine Unterdeckung muss diesfalls rasch reagiert werden.

  8. Welchen Einfluss haben eine Minder- oder Nullverzinsung auf die laufenden Renten? Welche Rentenkürzung ergibt sich aus einer Minder- oder Nullverzinsung der Sparguthaben für die aktiven Mitarbeiter/innen?

    Auf die laufenden Renten haben eine Minder- oder Nullverzinsung keinen Einfluss; sie werden in unveränderter Höhe weiterhin entrichtet. Die künftigen Renten (der jetzt aktiven Mitarbeitenden) sind von diesen Massnahmen insofern betroffen, als der durch die Minder- oder Nullverzinsung entstehende Zinsausfall zu einem geringeren Sparguthaben und damit zu einer etwas geringeren Jahresrente nach der Pensionierung führen kann (immer vorausgesetzt, dass der Zinsausfall in den nächsten Jahren bis hin zur Pensionierung nicht wieder kompensiert werden kann bzw. andererseits die Minder- oder Nullverzinsung nicht über mehrere Jahre andauert). Die Kürzung kann nicht generell errechnet werden, da diese bei tiefen Sparguthaben anders ausfällt als bei höheren Sparguthaben.

    Um diese Effekte zu kompensieren, sind verschiedene Gegenmassnahmen möglich: z.Bsp. individueller, steuerbegünstigter Einkauf durch Destinatäre; allfällig mögliche Höherverzinsung in späteren (besseren) Jahren durch die Stiftung, etc.

  9. Kann ich einen Vorbezug für Wohneigentum zu Lasten des überobligatorischen Teils machen und so auf dem (verbleibenden) obligatorischen BVG-Teil trotzdem in Genuss der gesetzlichen Verzinsung (Mindestzins) kommen?

    Ja. Gemäss aktueller Regelung wird bei einem WEF-Vorbezug generell zuerst der überobligatorische Teil bezogen bzw. als Vorbezug ausbezahlt. Erst wenn selbiger aufgebraucht bzw. verwendet ist, wird der BVG-Teil mitberücksichtigt.

  10. Welche Verzinsungsvarianten gibt es? Wie wirkt sich die Verzinsung bei diesen Varianten konkret aus?

    A) Die Verzinsung des Altersguthabens wird im Vorsorgeausweis aufgrund der tatsächlich vorgenommenen Verzinsung ausgewiesen. Im 2015 waren dies 2.25% (vgl. Pos. 1d des Vorsorgeausweises bzw. Erklärung der Zeile "Zinsgutschrift" bei
    Pos. 1d des Versicherungsausweises unter www.pk-siemens.ch).

    B) Die Verzinsung der Altersguthaben im Zeitraum 1.1. bis 31.12.2016 wird mit 1.25% vorgenommen (entsprechend dem Entscheid des Stiftungsrates vom 10.12.2015).

    C) Ab 1.1.2016: Mit dem Hochrechnungs-Zins von 2.5%.

    Fazit:
    Die Verzinsung mit effektiv 2.25% (gem. A) bzw. 1.25% (gem. B) führt zu einem tieferen Altersparkapital als (mit 2.5%) hochgerechnet. (vgl. insbesondere Erklärung der Zeile Voraussichtliche Altersleistungen im Alter 65 bei Pos. 2b des Versicherungsausweises unter www.pk-siemens.ch).

  11. Ich habe den Vorsorgeausweis erhalten und festgestellt, dass meine hochprojizierte Altersrente gegenüber dem letzten Vorsorgeausweis gesunken ist. Warum dies?

    Mehrere Gründe können zu einer gegenüber dem Vorjahr tieferen Altersrente führen.

    1. Die Verzinsung des Altersguthabens im Vorsorgeausweis wird aufgrund der tatsächlich vorgenommenen Verzinsung ausgewiesen. Wenn diese Verzinsung nun tiefer liegt, als die mit 2.5% im Vorsorgeausweis hochprojizierte Altersrente (im 2015 wurde zB mit 2.25% verzinst), resultiert eine tiefere Rente als im Vorjahr projiziert. Umgekehrt kann in Jahren mit höherer Verzinsung als projiziert (im 2008 wurde zB mit 2.75% verzinst) eine höhere Altersrente als im Vorjahr projiziert resultieren.
    2. Wenn gegenüber dem Vorjahr eine Beschäftigungsgrad-Veränderung oder eine Lohnanpassung vorgenommen wurde, kann dies (infolge der Anpassung des versicherten, beitragspflichtigen Lohnes) in der Hochprojektion zu einer veränderten Altersrente führen, da es höhere/tiefere Spargutschriften gibt.
    3. Da alle zwei Jahre die als Basis für die Berechnung des Koordinations-Abzuges dienende maximale einfache AHV-Altersrente jeweils der Teuerung angepasst wird, resultiert bei gleichbleibendem Lohn ein höherer Koordinationsabzug und somit ein gegenüber dem Vorjahr tieferer beitragspflichtiger versicherter Lohn.
    4. Selbstverständlich führen auch getätigte Einlagen(Freizügigkeitseinlagen oder freiwillige Einlagen) wie auch Bezüge (Wohneigentumforderungs- oder Scheidungsbezüge) zu einer Veränderung der hochprojizierten Werte im Alter 65.
  12. Wo positioniert sich die Siemens PK mit ihrem Deckungsgrad im Vergleich zu anderen Pensionskassen (z.B. öffentliche Hand, Versicherungen, Banken, etc.)?

    Der hochgerechnete durchschnittliche Deckungsgrad der Schweizerischen Pensionskassen präsentiert sich wie folgt: Privatrechliche = 108.3%; Öffentlichrechtliche (mit Vollkapitalisierung) = 98.9%; Öffentlichrechtliche (ohne Teilkapitalisierung) = 80.3%.

  13. Ist es möglich, eine Minder- oder Nullverzinsung oder Sanierungsbeiträge bei gutem Geschäftsgang (bessere Märkte, höherer Deckungsgrad) bei Gelegenheit wiederum rückzuvergüten bzw. zu kompensieren?

    Die Frage inwieweit die durch eine Minder- oder Nullverzinsung entgangene Verzinsung bzw. allfällig geleistete Beiträge rückvergütet werden können (so auch Gewährung von Leistungsverbesserungen, Zusatzverzinsung, allfällige Beitragsreduktionen, Rentenerhöhungen, etc.) ist abhängig von der finanziellen Situation der Kasse. Das heisst, ein solcher Entscheid kann vom Stiftungsrat - als Gegenstück zu seinen Entscheiden bei Unterdeckung - dann getroffen werden, wenn die Kasse nebst vollumfänglich geäufneten Wertschwankungsreserven (WSR) über zusätzliche freie Mittel verfügt. Die SOLL-WSR der PK SGS betragen derzeit rund 16.1%, was bedeutet, dass der Stiftungsrat über derartige Leistungen erst dann befinden kann, wenn der Deckungsgrad 116.1% überschreitet.

  14. Wie würde es sich mit den Steuern verhalten, wenn der entgangene Zins bzw. geleistete Sanierungsbeiträge aufgrund guten Geschäftsgangs einst rückvergütet werden sollten?

    Eine Rückvergütung bzw. Gutsprache in Form einer Zinsgutschrift (für entgangenen Zins) wäre steuerneutral. Eine Rückvergütung von allfällig erhobenen Sanierungsbeiträgen (zB in Form von Beitragsreduktionen) würde sich für die Arbeitnehmer demgegenüber nicht steuerneutral verhalten, d.h. die laufenden Beiträge würden sich um die Rückvergütungs-Beiträge reduzieren, was geringere Abzüge (auf dem Lohnausweis) und somit etwas höhere Steuern zur Folge hätte. Umgekehrt verhält es sich in Zeiten in welchen abzugsfähige Sanierungsbeiträge erhoben werden, was zu etwas geringeren Steuern führt.


Fragen und Antworten zum Thema 'Einkauf'

  1. Gemäss dem Vorsorgeausweis "Maximal mögliche Einkaufssumme Sparkonto" habe ich die Möglichkeit, eine Einkaufssumme einzuzahlen. Soll ich von diesem Einkauf Gebrauch machen?
    • Ob ein Einkaufspotenzial besteht, ist in Ihrem Vorsorgeausweis ersichtlich.
    • Der im Vorsorgeausweis ausgewiesene Betrag entspricht dem zu diesem Zeitpunkt maximal möglichen Einkauf.
    • Sie können den vollen Einkaufsbetrag einzahlen oder aber auch nur eine Teilzahlung leisten.
    • Ein Einkauf (bzw. auch ein Teileinkauf) ist u.a. aus folgenden Gründen zu empfehlen:
      • Ein Einkauf führt zu einer höheren Freizügigkeitsleistung; eine höhere Freizügigkeitsleistung führt schliesslich zu einer höheren Altersrente. 
      • Durch den Einkauf ergeben sich steuerliche Vorteile, da praktisch alle Kantone den planmässigen Einkauf in die 2. Säule unbeschränkt und steuerlich abzugsfähig akzeptieren.
      • Die getätigte Einkaufszahlung wird dem betreffenden Destinatär durch die PK SGS nach Eingang der Einzahlung zu Handen der Steuerbehörden schriftlich bestätigt.
    • Ein Einkauf ist nicht zu empfehlen, wenn
      • die Höhe des Einkaufs die persönlichen Vermögensverhältnisse der betreffenden Person übersteigt (Verschuldung) oder
      • die betreffende Person durch die entsprechende Einzahlung in finanzielle Probleme geraten könnte (mangels unzureichender finanzieller Reserven für den täglichen Gebrauch).
    • Eine Teilzahlung in diesem Jahr und eine weitere Teilzahlung im nächsten Jahr kann sich je nach Einkommensverhältnisse aus steuerlichen Überlegungen lohnen (Empfehlung: Lassen Sie sich dazu ggf. von Ihrem Steuerberater beraten). 
    • Achtung bei bereits getätigtem Wohneigentumsvorbezug (WEF): Wurden Vorbezüge für Wohneigentumsförderung getätigt, so dürfen freiwillige Einkäufe erst vorgenommen werden, nachdem die Vorbezüge zurückbezahlt sind. Weitere Informationen können Sie Art. 50 des Vorsorgereglements entnehmen.
    • Bitte beachten Sie die Ausführungen zur Frage "Steuerliche Einschränkungen beim Einkauf".
    • Falls Sie einkaufen möchten: Nehmen Sie bitte mit Ihrem Fachspezialist berufliche Vorsorge Kontakt auf. Sie werden in der Folge eine "Einkaufsofferte" mit entsprechendem Einzahlungsschein erhalten.
  2. Somit kann ich, alternativ zu den höheren monatlichen Lohnabzügen bei den Sparplänen Standard Plus und Standard Surplus, meine Alters- bzw. Rentenleistungen auch durch Einkäufe verbessern. Sehe ich das richtig?
    Ja, dies ist absolut korrekt.
  3. Welche gesetzlichen/steuerlichen Einschränkungen sind beim Einkauf zu beachten?
    • Die Vorsorgeeinrichtung darf den Einkauf höchstens bis zur Höhe der reglementarischen Leistungen ermöglichen. (Auf Anfrage erhalten die Versicherten beim zuständigen Fachspezialisten berufliche Vorsorge eine entsprechende Einkaufsofferte.)
    • Wurden Vorbezüge für die Wohneigentumsförderung getätigt, so dürfen freiwillige Einkäufe erst vorgenommen werden, wenn die Vorbezüge zurückbezahlt sind (vgl. Art. 79b Abs. 3 BVG). 
    • Wurden Einkäufe getätigt, so dürfen die daraus resultierenden Leistungen innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform aus der Vorsorge zurückgezogen werden. Werden durch den Versicherten innerhalb der Dreijahresfrist vor seiner Pensionierung Einkäufe in die Vorsorgeeinrichtung getätigt und bei seiner Pensionierung schliesslich trotzdem Leistungen in Kapitalform bezogen, werden die von ihm getätigten Einkäufe steuerwirksam nachbesteuert.
    • Beim Einkauf in eine Vorsorgeeinrichtung resp. einen Vorsorgeplan und zeitnahem Kapitalbezug aus einer anderen Vorsorgeeinrichtung resp. einem anderen Vorsorgeplan wird eine 'konsolidierte' (kumulative) Betrachtung angewendet. Der Entscheid erfasst nicht die (vorsorgerechtliche) Frage, ob nach einem Einkauf ein Kapitalbezug möglich ist, sondern nur die (steuerrechtliche) Frage, ob Einkäufe vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können. Betroffen davon sind nicht nur Kapitalleistungen bei gleitender oder voller Pensionierung, sondern auch ein Kapitalbezug für Wohneigentum und Barauszahlung bei Austritt.
    • Der Höchstbetrag der zulässigen Einkaufsumme reduziert sich um anderweitig vorhandene Freizügigkeitsguthaben sowie gegebenenfalls um Teile von Säule 3a-Guthaben. Will eine versicherte Person eine freiwillige Einlage tätigen, so muss sie eine entsprechende Erklärung ausfüllen und der PK SGS unterzeichnet einreichen.
    • Wir empfehlen den Versicherten dringend, die Zulässigkeit der beabsichtigten freiwilligen Einkäufe vorgängig mit der zuständigen Steuerbehörde abzuklären. Die Pensionskasse übernimmt keinerlei Haftung für allfällige Beanstandungen sowie Steuerfolgen, welche durch individuelle Einkäufe aufgrund entsprechender Entscheide der zuständigen Steuerbehörden entstehen.
  4. Wenn mein Vorsorgekapital unter dem BVG-Minimum liegt: Wird ein allfälliger Einkauf bis zum Erreichen des Minimums dem obligatorischen Teil gutgeschrieben, oder wird dieser trotzdem als überobligatorischer Teil verbucht? Wie sieht das bei der Rückzahlung eines WEF-Vorbezugs aus?

    Freiwillige Einkäufe werden jeweils dem Sparkonto bzw. Frühpensionierungskonto gemäss den Anhängen A2 und A5 des Vorsorgereglements gutgeschrieben und somit generell dem überobligatorischen Teil zugewiesen.

    Die (Teil-)Rückzahlung eines WEF-Vorbezuges erfolgt analog zur beim Vorbezug vorgenommenen Entnahme. Dabei wird der BVG-Teil dem Sparguthaben gemäss BVG des Sparkontos und der überobligatorische Teil dem Sparguthaben aus überobligatorischer Vorsorge des Sparkontos gutgeschrieben.

  5. Kann ich mich auch für eine vorzeitige Pensionierung einkaufen?
    • Ja, Sie können auch Einkäufe in das Frühpensionierungskonto für den Auskauf der Leistungskürzungen infolge vorzeitiger Pensionierung leisten, sofern
      • Sie sich in die volle Höhe des "Sparguthabens" auf dem Sparkonto gemäss Anhang A2 des Vorsorgereglements eingekauft haben;
      • das maximale Guthaben Frühpensionierungskonto gemäss Anhang A5 des Vorsorgereglements noch nicht ausgeschöpft ist (lassen Sie sich hierzu bitte durch Ihren Fachspezialist berufliche Vorsorge beraten).
    • Achtung: Haben Sie sich für eine frühzeitige Pensionierung eingekauft, ohne diese anzutreten, verfällt das Guthaben aus dem Frühpensionierungskonto zugunsten der PK SGS, soweit die Altersleistung um mehr als 5 % höher wäre als diejenige einer versicherten Person, die sich nicht für die frühzeitige Pensionierung eingekauft hat (vgl. Art. 37, Abs. 5 des Vorsorgereglements).
    • Bitte beachten Sie die Ausführungen zur Frage "Steuerliche Einschränkungen beim Einkauf".

Fragen und Antworten zum Thema 'Vorzeitige Pensionierung'

  1. Wie hoch ist das ordentliche Pensionierungsalter?
    Das ordentliche Pensionierungsalter wird am Ersten des Monats nach dem 65. Geburtstag erreicht. Ein vorzeitiger Rücktritt ab Alter 58 ist mit entsprechender Rentenkürzung möglich.
  2. Was für Konsequenzen hat ein freiwilliger Rücktritt mit 58?
    Die Kürzungen bei vorzeitiger Pensionierung im Alter 58 sind hoch. Sie resultieren aus der kürzeren Beitrags- und der längeren Rentenbezugsdauer. Für die vorzeitige Pensionierung mit 58 ist somit auch die individuelle finanzielle Lage des Versicherten von Bedeutung. Männer und Frauen sind gleichberechtigt, d.h. vorzeitige Pensionierung ab Alter 58 ist für alle möglich. Zu berücksichtigen ist zudem, dass für die erste Säule (AHV) bis zum ordentlichen Pensionierungsalter weiterhin Beiträge zu entrichten sind.
  3. Was geschieht, wenn ich aus Restrukturierungsgründen vorzeitig in den Ruhestand treten muss?
    Eventuell besteht dafür ein Sozialplan des Arbeitgebers. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an Ihre zuständige HR Stelle oder an die Arbeitnehmervertretung Ihres Arbeitgebers.
  4. Kann ich mich zu 50 % pensionieren lassen und zu 50 % weiterarbeiten?
    Ja. Im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber kann der Versicherte gemäss Art. 27 des Vorsorgereglements auch eine Teilpensionierung beanspruchen bzw. stufenweise zurücktreten (gleitende Pensionierung).

Fragen und Antworten zum Thema 'Grundlagen BVG'

  1. Was ist der BVG-Mindestzinssatz?
    Der BVG-Mindestzinssatz wird für die minimale Verzinsung der BVG-Altersguthaben vom Bundesrat periodisch festgelegt. Er sollte die Veränderungen am Kapitalmarkt berücksichtigen. Er ist vergangenheitsbezogen und oft Spielball der Politik. Der überobligatorische Teil der Altersguthaben ist nicht an diesen Zinssatz gebunden.
  2. Ist die dauerhafte Verzinsung mit dem BVG-Mindestzinssatz das Ziel einer leistungsfähigen Pensionskasse?
    Nein. Die Verzinsung der BVG-Altersguthaben mit dem BVG-Zinssatz ist eine gesetzliche Pflicht. Das primäre Ziel einer PK besteht in der Sicherstellung der versicherten und laufenden Leistungen. Nachhaltig überdurchschnittliche Vermögenserträge der PK können eine überdurchschnittliche Verzinsung der Sparguthaben der aktiven Versicherten sowie allenfalls Rentenanpassungen ermöglichen. Daher besteht das Ziel der Pensionkassen darin, langfristig marktgängige Vermögenserträge zu erzielen, welche möglichst über dem BVG-Mindestzins liegen.
  3. Was ist eine Null-Verzinsung?

    Eine Null-Verzinsung ist eine Sicherungs- bzw. Sanierungsmassnahme, welche zur Stabilisierung der finanziellen Lage der Kasse Anwendung findet (u.a. bei Unterdeckung). Die Null-Verzinsung versteht sich, wenn nicht anders spezifiziert, auf den gesamten Teil der Sparguthaben bzw. Freizügigkeitsleistung FZL (d.h. obligatorischer und überobligatorischer Teil). Auch wenn es auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, ist eine Nullverzinsung keine Unterschreitung der BVG-Verzinsung im Sinne von Art. 65d Abs. 4 BVG. Eine Nullverzinsung bedeutet, dass das gesamte Altersguthaben mit 0 % verzinst wird, jedoch der BVG-Teil (obligatorischer Teil) nach dem Anrechnungsprinzip (vgl. Art. 31 BVG) mit dem BVG-Minimalzins verzinst wird und der überobligatorische Teil entsprechend reduziert wird. Fazit: Die Summe der Zinsen auf dem gesamten Sparkapital beträgt bei einer Null-Verzinsung => 0 %, wobei je nach Gewichtung des obligatorischen bzw. überobligatorischen Anteils des Sparkapitals, eine grössere bzw. kleinere individuelle Minus-Verzinsung auf dem überobligatorischen Teil zum Tragen kommt.

  4. Warum gibt es keine langfristigen Zinsgarantien für den BVG-Mindestzinssatz?
    Weil der Zins von der Entwicklung an den Kapitalmärkten abhängig ist.

Fragen und Antworten zum Thema 'Leistungen & Beiträge'

  1. Wie wird die Altersrente berechnet?

    Die Höhe der jährlichen Altersrente in Prozenten (Umwandlungssatz) des vorhandenen Sparguthabens ab 1. Juli 2017 ist im Anhang A3 des Vorsorgereglements aufgeführt. Massgebend für die Berechnung der Altersrente sind die Umwandlungssätze des gewünschten Rücktrittsalters im entsprechenden Jahr.

    Pensionierungen zwischen den aufgeführten Altersangaben werden linear interpoliert und so berechnet, dass als Basis jeweils die Umwandlungssätze der entsprechenden Jahre, in denen das darunter bzw. darüber liegende Alter erreicht wird, herangezogen werden.

  2. Wie wird das Sparkapital geäufnet?

    Es stehen 3 Sparpläne zur Auswahl:

    • Standard
    • Standard Plus
    • Standard Surplus

    Die Versicherten können jährlich auf den 1. Januar wählen, nach welchem Sparplan sie im folgenden Jahr Beiträge leisten möchten. Ohne Entscheid des Versicherten kommt der Sparplan Standard zur Anwendung. Ein einmal gefällter Entscheid gilt so lange, bis er vom Versicherten widerrufen wird; dies ist jeweils bis spätestens 1. Dezember mit Wirkung ab 1. Januar des Folgejahrs möglich.

    Die Spargutschriften und Beiträge werden in Prozenten des versicherten Lohnes festgelegt und sind im Anhang A1 des Vorsorgereglement zusammengefasst.

    Die Verzinsung des Sparguthabens auf dem Sparkonto (gemäss Entscheid des Stiftungsrates) erfolgt  jeweils "über alles"; d.h. auf dem BVG-Guthaben und dem überobligatorischen Teil.

  3. Welche Sparteile pro Monat fliessen auf welchen Teil (BVG, Überobligatorisch)? Wie wird das gerechnet im Zusammenhang mit den BVG Kennzahlen?

    Gemäss BVG liegt die Lohn-Eintrittsschwelle bei CHF 21'150.00 und der maximal versicherbare Lohn beläuft sich gemäss BVG auf CHF 84'600.00. Berücksichtigt man den Koordinationsabzug gemäss BVG von CHF 24'675.00, dann bewegt sich der versicherte (= beitragspflichtige) Lohn gemäss BVG zwischen CHF 3'525.00 und max. CHF 59'925.00. Die Sparbeiträge betragen gemäss BVG gesamthaft 7 % (im Alter 25 - 34), 10 % (im Alter 35 - 44), 15 % (im Alter 45 - 54) sowie 18 % (im Alter 55 - 65). Die PK SGS hat die Lohn-Eintrittsschwelle bereits bei CHF 14'100.00 und versichert Löhne bis max. CHF 236'175.00. Auch die Sparbeitragssätze sind höher als das BVG-Minimum. Entsprechend kann jeder Versicherte auf Grund seines Alters eruieren, wie hoch die Sparbeiträge gemäss BVG sind und diese mit den auf seinem Versicherungsausweis aufgeführten Sparbeiträgen vergleichen. Die Differenz sind die überobligatorischen Sparbeiträge.

  4. Wie hoch ist der Koordinationsabzug?

    Der Koordinationsabzug beträgt 40 % des versicherten Jahreslohns und ist begrenzt auf 7/8 der max. einfachen AHV-Jahresaltersrente. Aktuell liegt er bei maximal 24'675 CHF.

  5. Wie berechnet sich der versicherte Lohn?

    Der versicherte Lohn entspricht dem gemeldeten Jahreszieleinkommen, vermindert um den Koordinationsabzug. Der maximal versicherte Lohn entspricht dem 7,5-fachen Betrag der einfachen maximalen AHV-Jahresaltersrente.

  6. Gibt es ein Todesfallkapital?

    Ja. Die Details dazu sind in Art. 35 des Vorsorgereglements aufgeführt.

  7. Wie verhält es sich mit den Sparguthaben und Spargutschriften?

    Für jeden Versicherten wird bei der PK SGS ein individuelles Sparkonto geführt, auf welchem das Sparguthaben ersichtlich ist.

    Es stehen 3 Sparpläne zur Auswahl:

    • Standard
    • Standard Plus
    • Standard Surplus

    Die Versicherten können jährlich auf den 1. Januar wählen, nach welchem Sparplan sie im folgenden Jahr Beiträge leisten möchten. Ohne Entscheid kommt der Sparplan Standard zur Anwendung. Ein einmal gefällter Entscheid gilt so lange, bis er vom Versicherten widerrufen wird. Dies ist bis spätestens 1. Dezember, jeweils auf den 1. Januar des Folgejahrs möglich.

    Die Spargutschriften und Beiträge werden in Prozenten des versicherten Lohnes festgelegt und sind im Anhang A1 des Vorsorgereglements zusammengefasst.

  8. Was passiert, wenn das AHV-Rücktrittsalter nicht mit dem Pensionierungsalter übereinstimmt?

    Haben Bezüger einer Altersrente noch keinen Anspruch auf eine AHV-Altersrente, wird ihnen auf Gesuch hin eine AHV-Ersatzrente von höchstens der maximalen AHV-Altersrente gewährt. Die Finanzierung erfolgt durch eine Kürzung des Sparguthabens des Versicherten um den versicherungstechnisch notwendigen Kapitalwert der AHV-Ersatzrente. Die AHV-Ersatzrente wird bis zum Einsetzen der ordentlichen AHV-Rente bezahlt. Stirbt der Bezüger der AHV-Ersatzrente vor dem ordentlichen Pensionierungsalter, werden Anspruchsberechtigten die nichtbezogenen AHV-Ersatzrenten gem. Art. 35 des Vorsorgereglements als Todesfallkapital ausgerichtet.

  9. Was passiert mit dem einbezahlten Geld?
    • ... im Todesfall:
      Beim Tod eines Aktiven gelangt, sofern keine Ehegatten- oder Lebenspartnerrente bezahlt wird, das erworbene Sparguthaben zur Auszahlung. Wird eine Ehegatten- oder Lebenspartnerrente bezahlt, wird der Einmalbetrag zur Finanzierung dieser Rente vom Sparkapital in Abzug gebracht.
    • ... bei Austritt aus der Firma:
      Beim Austritt aus der Firma erhalten Sie das vollständige, aktuelle Sparguthaben als Freizügigkeitsleistung. Die Freizügigkeitsleistung ist als Einkaufssumme in die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers einzubezahlen.
  10. Bestehen Invalidenleistungen?

    Ja, Versicherte haben im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Anspruch auf Invalidenleistungen, sofern sie zumindest zu 40 % invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, in der PK SGS versichert waren. Details dazu finden Sie in den Art. 29 und 30 des Vorsorgereglements.

  11. Kann Geld für Wohneigentumsförderung abgezogen werden?

    Ja. Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen kann das aktuelle Sparguthaben zum Erwerb selbst genutztem Wohneigentums verpfändet oder vorbezogen werden. Detaillierte Informationen dazu finden Sie in Art. 50 des Vorsorgereglements.

  12. Wie stellt sich die Versicherungssituation nach einem WEF-Vorbezug dar? Basieren die Hinterbliebenenrenten und die Invalidenrente auf dem verbleibenden Kapital oder dem aktuellen versicherten Lohn? Welche Versicherungsleistungen müssen nach einem WEF-Bezug privat versichert werden?

    Gemäss Reglement bleiben bei einem WEF-Vorbezug die Invalidenrente und Hinterbliebenenrenten bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters unverändert, da diese auf Grund der reglementarischen Bestimmungen auf der Basis des versicherten Lohnes berechnet werden. Hingegen wird die Altersrente infolge des reduzierten Sparguthabens kleiner werden. Da die Hinterbliebenenrente ab dem Zeitpunkt, in welchem der Verstorbene das ordentliche Pensionierungsalter erreicht hätte, dannzumal neu berechnet wird und zwar auf der Basis der zum Zeitpunkt des Todes versicherten Altersrente, führt ein WEF-Vorbezug dazu, dass im ordentlichen Pensionierungsalter auch die Hinterbliebenenrente tiefer ausfällt als ohne WEF-Vorbezug. Inwieweit dies versicherungstechnisch privat abgedeckt werden sollte, muss jeder Versicherte selber für sich entscheiden, denn durch den WEF-Vorbezug wurde ja die Hypothek reduziert und entsprechend fallen auch weniger Kosten an.

  13. Kann ich beim Altersrücktritt an Stelle einer Rente auch das Kapital beziehen?

    Ja. Der Versicherte hat die Möglichkeit, beim Altersrücktritt bis zu 100 % des vorhandenen Sparguthabens als Kapital zu beziehen. Dadurch werden die Altersrenten und die mitversicherten übrigen Leistungen entsprechend gekürzt. Die gewünschte Kapitalquote muss zusammen mit der Anmeldung zur Pensionierung, d.h. spätestens einen Monat vor der Pensionierung bekannt gegeben werden.

  14. Kann mit einer Rentenanpassung an die Teuerung gerechnet werden (AHV macht dies i. d. R. alle 2 Jahre)?

    Eine Rentenanpassung ist in den nächsten Jahren aus finanziellen Gründen (bis zum Erreichen der erforderlichen Wertschwankungsreserven) nicht vorgesehen.

  15. Bestehen Ehegattenrenten und Partnerrenten?

    Ja. Es bestehen Regelungen bzgl. Ehegattenrenten, Lebenspartnerrenten, Waisenrenten und Todesfallkapital. Die detaillierten Bestimmungen sind im Vorsorgereglement ersichtlich.

  16. Welches Vorsorgereglement ist zum Zeitpunkt meiner Pensionierung für die Festlegung meiner persönlichen Ansprüche (Rente oder Kapitalbezug) relevant?
    Für die Festlegung Ihrer persönlichen Ansprüche ist das Vorsorgereglement zum Zeitpunkt Ihrer Pensionierung massgebend; d.h. das zum Eintretenszeitpunkt Ihrer Pensionierung gültige Reglement.

     

  17. Welches Vorsorgereglement ist zum Zeitpunkt meines Ablebens für die Festlegung der Ansprüche meines Ehepartners/Lebenspartners relevant?

    Für Leistungen, welche nach der Pensionierung eintreten (wie etwa die entsprechende Ehegattenrente beim Todesfall eines Rentenbezügers) ist das zum Zeitpunkt des Ereigniseintrittes (Todesfall des Rentenbezügers) gültige Vorsorgereglement massgebend.

    Vorbehalten bzw. ausgenommen davon sind allfällige anderslautende und bestätigte Besitzstandsgarantien, Übergangsregelungen, etc., welche dem o.e. Prinzip vorgehen.

  18. Anschlussfrage zu Frage 17: War dies schon immer so, oder hat sich an dieser Praxis etwas verändert?
    Ja, dies war schon immer so. An dieser Praxis hat sich nichts geändert.

  19. Werde ich bei meiner Pensionierung darauf aufmerksam gemacht, dass für die Bestimmung der Ehegattenrente das zum Zeitpunkt meines Ablebens gültige Reglement massgebend ist?
    Ja, in unserer Leistungsbescheinigung im Zeitpunkt der Pensionierung machen wir unsere Versicherten explizit darauf aufmerksam, dass für die Ehegattenrente das zum Zeitpunkt des Todes des Rentenbezügers gültige Reglement massgebend ist.
  20. Welches sind die reglementarischen Grundlagen in Bezug auf diese unterschiedliche Gültigkeit des Vorsorgereglements?

    In den Vorsorgereglementen (auch früheren Reglementen) ist ersichtlich, dass bereits erworbene Ansprüche (d.h. laufende Renten) von späteren Reglementsänderungen unberührt bleiben. Im aktuellen Vorsorgereglement finden Sie diese Regelung unter Art. 57.

    Andere Ansprüche (d.h. noch nicht erworbene bzw. nicht laufende Ehegattenrenten) bleiben bis zum Zeitpunkt, in welchem die entsprechenden Ansprüche festgelegt werden, den entsprechenden Änderungen des Vorsorgereglements weiterhin unterworfen bzw. vorbehalten.

  21. Wo finde ich das aktuelle Vorsorgereglement?

    Das aktuelle Reglement sowie die entsprechenden Nachträge finden Sie auf unserer Website jederzeit aktuell abrufbereit.
    Ein gedrucktes Exemplar können Sie bei unserer Geschäftsstelle verlangen:

    Pensionskasse der Siemens-Gesellschaften in der Schweiz
    Freilagerstrasse 40
    CH-8047 Zürich
    Tel.: +41 585 586 700

  22. In welchem Artikel des aktuellen Vorsorgereglements sind die Ehegatten-Ansprüche geregelt?
    Die Regelungen bzgl. der Ehegattenrenten finden Sie im Vosorgereglement unter Art. 31.

     

  23. Wie würde die Ehegattenrente bei meinem plötzlichen Ableben aktuell berechnet?
    Die Ehegattenrente beträgt beim Tod eines Versicherten vor Vollendung des ordentlichen Rücktrittsalters 40 % des versicherten Lohnes, zahlbar, bis der Verstorbene das ordentliche Pensionierungsalter erreicht hätte. Danach beträgt sie 60 % der im Zeitpunkt des Todes versicherten Altersrente. Für die Bestimmung der versicherten Altersrente wird das Sparkonto des Verstorbenen aufgrund des versicherten Lohnes, rechnungsmässig mit Sparbeiträgen nach dem Sparplan Standard und dem Projektionszins, bis zur Vollendung des ordentlichen Pensionierungsalters hochgerechnet. Beim Tod eines Altersrentners beträgt die Ehegattenrente 60 % der laufenden Altersrente. Ist der Ehegatte um mehr als 10 Jahre jünger als der verstorbene Versicherte, wird die Ehegattenrente für jeden die Differenz von 10 Jahren übersteigenden Altersmonat um 0.25 % gekürzt.

     

  24. Wenn der zur Bestimmung der Ehegattenrente relevante Prozentsatz künftig weiter herabgesetzt würde: Hätte dies im Zeitpunkt meines Ablebens Folgen für meinen überlebenden Ehepartner?

    Ja. Zur Bestimmung der Ehegattenrente ist das zum Zeitpunkt des Todesfalls des Rentenbezügers aktuelle Reglement gültig. Vorbehalten bzw. ausgenommen davon sind allfällige anderslautende und bestätigte Besitzstandsgarantien, Übergangsregelungen, etc., welche vom o.e. Prinzip vorgehen.

  25. Wo erhalte ich Auskünfte zu allfälligen weitergehenden Fragen betreffend der aktuell geltenden Ehegatten-Ansprüche?

    Die Geschäftsstelle bzw. Ihr Fachspezialist berufliche Vorsorge erteilt Ihnen gerne die entsprechenden Auskünfte:

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  26. Wie kann ich Kenntnis über allfällige spätere reglementarische Änderungen, die die Ehegatten-Ansprüche tangieren, erhalten?

    Das aktuelle Vorsorgereglement sowie die entsprechenden Nachträge finden Sie auf unserer Website jederzeit aktuell abrufbereit.
    Ein gedrucktes Exemplar können Sie bei unserer Geschäftsstelle verlangen:

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  27. Ist meine laufende Rente ebenfalls diesem Mechanismus unterworfen?

    Nein. Ihre Rente, welche zum Zeitpunkt Ihrer Pensionierung (Eintretenszeitpunkt 'Pensionierung') anhand des dannzumal gültigen Vorsorgereglements festgelegt wurde, bleibt fix.

    Vorbehalten bleiben einzig etwaige gesetzliche Veränderungen sowie Änderungen zufolge allfälliger Teuerungsanpassungen, etc.

  28. Wie kann ich meinen Lebenspartner im Todesfall begünstigen?

    Die Kasse gewährt auf schriftliches Gesuch hin Leistungen für den Lebenspartner, welche der Ehegattenrente entsprechen. Details dazu finden Sie in Art. 32 des Vorsorgereglements.

  29. Wie verhält es sich mit Einkäufen in die Pensionskasse?

    Alle Einkäufe führen zu entsprechend höheren Leistungen.

    Die maximal mögliche Einkaufssumme in "Sparkonto" (gemäss Anhang A2 des Vorsorgereglements) können Sie Ihrem Vorsorgeausweis unter Pt. 2a) entnehmen.


Fragen und Antworten zum Thema 'Technischer Zins'

  1. Was versteht man unter dem Technischen Zinssatz?

    Beim technischen Zinssatz handelt es sich um eine mathematische Kennzahl. Der technische Zinssatz entspricht dem Anlageertrag, der während der Laufzeit einer Rente eingerechnet ist. Der technische Zinssatz dient dabei als Rechnungsannahme: Wie hoch muss das für die lebenslangen Rentenzahlungen zurückgestellte Kapital während des Vermögensverzehrs (laufende Rentenzahlungen) verzinst werden?

    Die Höhe des technischen Zinssatzes ist abhängig von der durchschnittlichen Vermögens-Performance der letzten Jahre sowie der aktuellen Rendite 10-jähriger Staatsanleihen. Die Höhe des technischen Zinssatzes korreliert indirekt mit dem Umwandlungssatz.

    Der technische Zinssatz ist nicht mit der Verzinsung der Sparguthaben der aktiven Versicherten oder dem BVG-Mindestzinssatz zu verwechseln.

  2. Welchen technischen Zins verwendet die PK SGS?

    Ab 30.09.2017 beträgt der technische Zinssatz 2.0 %. Dies entspricht dem gegenwärtigen Niveau vieler anderer Schweizer Pensionskassen.

  3. Welches sind die Auswirkungen und Konsequenzen der per 30.09.2017 durchgeführten Senkung des technischen Zinses von 3.0 % auf 2.0 %?

    Die Senkung des technischen Zinssatzes per 30.09.2017 erhöht die zukünftige finanzielle Sicherheit der Kasse, weil inskünftig eine tiefere Zielrendite erwirtschaftet werden muss. Damit dies ohne Konsequenzen für die gesetzlich garantierten Renten durchgeführt werden konnte, musste das Rentnerdeckungskapital um den dafür notwendigen Betrag erhöht werden.


Fragen und Antworten zum Thema 'Umwandlungssatz'

  1. Was ist der Umwandlungssatz?

    Der Umwandlungssatz ist der Prozentsatz, mit dem das Sparguthaben im Zeitpunkt der Pensionierung in die jährliche Altersrente umgerechnet wird. Die mathematische Formel lautet: Vorhandenes Sparguthaben x Umwandlungssatz (in %) = jährliche Rente.

    Beispiel: Pensionierungsalter 65, Sparguthaben 500'000 CHF, Umwandlungssatz 5 %. Die Rente beläuft sich auf 5 % des Sparguthabens von CHF 500'000, also auf CHF 25'000 pro Jahr.

  2. Die Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6.8 % auf 6.4 % wurde an der Volksabstimmung vom 7. März 2010 bekanntlich abgelehnt. Trotzdem reduziert die PK SGS den Umwandlungssatz per 1.7.2017 auf 5.0 %. Ist dies überhaupt zulässig?

    Ja. Der gesetzliche Mindestumwandlungssatz (2017: 6.8 %) gilt für den im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) definierten obligatorischen Teil der Versicherung. Im darüber hinaus gehenden, überobligatorischen Bereich bestehen keine gesetzlichen Vorgaben zum Umwandlungssatz.

    Da die Leistungen der PK SGS weit über das BVG Minimum herausgehen, darf der vorgeschriebene BVG Mindest-Umwandlungssatz unterschritten werden, solange die erbrachten Leistungen dem gesetzlichen Minimum entsprechen.

    Die PK GSG überprüft bei jeder Pensionierung individuell, ob die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten sind.

  3. Nochmals: Die PK SGS wendet einen tieferen als den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestumwandlungssatz an. Ist das rechtlich zulässig?

    Der Mindestumwandlungssatz gilt nur für den im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) definierten obligatorischen Teil der Versicherung.

    Pensionskassen, die eine über das gesetzliche Minimum hinausgehende Vorsorge anbieten, dürfen einen abweichenden Umwandlungssatz anwenden, solange die erbrachten Leistungen mindestens den gesetzlichen Leistungen entsprechen.

  4. Wird den Versicherten durch die Anpassung des bei der PK SGS zur Anwendung gelangenden Umwandlungssatzes von 5.0 % Geld weggenommen?
    Nein, das angesparte Kapital, das der Rentenberechnung zugrunde liegt, bleibt unverändert. Dieses Kapital wird jedoch bei Verrentung auf Grund der gestiegenen Lebenserwartung in mehr, dafür aber in kleinere Tranchen aufgeteilt, damit es nicht zu früh aufgebraucht ist.
  5. Warum hat der Stiftungsrat entschieden, tiefere Umwandlungssätze zur Anwendung zu bringen?
    Die durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung in der Schweiz steigt weiterhin stetig an. Im Gegenzug hat die erwartete langfristige durchschnittliche Rendite auf den Vermögensanlagen abgenommen. Diesen Umständen musste die Pensionskasse Rechnung tragen.
  6. Welche Möglichkeiten stehen mir offen, um die Folgen der Senkung der Umwandlungssätze zu minimieren?

    a) Falls noch Potential für einen freiwilligen Einkauf in das Sparkonto besteht, kann mit einem freiwilligen, steuerlich abziehbaren Einkauf das Sparkonto und somit auch die lebenslängliche Altersrente erhöht werden. Ist das Potential im Sparkonto erschöpft, könnte ein freiwilliger Einkauf in das Frühpensionierungskonto vorgenommen werden. Detaillierte Berechnungen nimmt Ihr Fachspezialist berufliche Vorsorge gerne auf Anfrage vor. 

    b) Darüber hinaus steht es jedem Versicherten frei, bei seiner Pensionierung anstelle einer Rente (Verrentung seines Sparguthabens) das gesamte Sparguthaben in Kapitalform zu beziehen.  

  7. Was ändert sich für die Rentnerinnen und Rentner, wenn der Umwandlungssatz angepasst wird?
    Laufende Renten dürfen aus gesetzlichen Gründen nicht angetastet werden. Der Umwandlungssatz kommt nur im Pensionierungszeitpunkt zur Anwendung, um die Höhe der lebenslänglich zahlbaren Rente zu bestimmen.

Fragen und Antworten zum Thema 'Sparplan-Varianten'

  1. Worin liegt der Vorteil der zusätzlichen Sparpläne Standard Plus oder Standard Surplus?
    Durch die Wahl des Planes Standard Plus oder Standard Surplus bezahlt der Versicherte höhere Sparbeiträge (des versicherten Lohnes) und kann somit seine Altersvorsorge verbessern. Gleichzeitig reduziert sich aufgrund der höheren Sparbeiträge das steuerbare Einkommen.
  2. Durch wen werden diese Sparplan-Varianten finanziert?
    Die höheren Sparbeiträge für den Sparplan Standard Plus oder Standard Surplus sind alleine durch den Versicherten (Arbeitnehmer) zu leisten. Die Arbeitgeberbeiträge sind für alle Versicherten gleich hoch, unabhängig von der Wahl des Sparplans.
  3. Wie wirken sich die zusätzlichen Sparplan-Varianten auf meine spätere Rente aus?
    Mit der Wahl der Sparpläne Standard Plus oder Standard Surplus können Sie Ihre Renten- bzw. Altersleistung (gegenüber dem Plan Standard) erhöhen. Der Grad der Erhöhung ist je nach Alter, Planwahl, etc. des Versicherten individuell verschieden. Eine entsprechende approx. Berechnung der Renten- bzw. Altersleistung können Sie mit dem Rentenrechner kalkulieren. Zum Rentenrechner 
  4. Was kosten mich die einzelnen Sparplan-Varianten?
    Die monatlichen Beiträge (Lohnabzüge) lassen sich für alle Sparpläne mit dem Rentenrechner approx. kalkulieren. Zum Rentenrechner 
  5. Lohnt es sich, eine höhere Sparplan-Variante auszuwählen?
    Die Wahl einer der beiden Sparplan-Varianten Standard Plus oder Standard Surplus lohnt sich immer dann, wenn Sie a) bei Pensionsantritt eine höhere Altersleistung, als beim Plan Standard wünschen und b) die höheren monatlichen Beiträge für Sie tragbar sind. Sowohl Altersleistungen (Alterskapital und/oder Jahresrente), als auch die monatlichen Lohnabzüge lassen sich mit dem Rentenrechner approx. kalkulieren. Zum Rentenrechner
  6. Ich habe mich für eine der beiden Sparplan-Varianten (Standard Plus bzw. Standard Surplus) entschieden. Was muss ich jetzt unternehmen?

    Sie können jeweils jährlich auf den 1. Januar wählen, nach welchem Sparplan Sie während des kommenden Jahres Beiträge leisten möchten. Ohne Entscheid kommt der bisherige Sparplan (vgl. persönlicher Vorsorgeausweis) zur Anwendung. Ein einmal gefällter Entscheid gilt so lange, bis er vom Versicherten widerrufen wird. Dies ist jeweils jährlich bis spätestens 1. Dezember auf den 1. Januar des Folgejahrs möglich. Zur
    Sparplanwahl für Versicherte mit Eintritt vor dem 1. Juli 2017
    Sparplanwahl für Versicherte mit Eintritt nach dem 1. Juli 2017

    Alles Weitere erledigt der für Sie zuständige Fachspezialist Berufliche Vorsorge der PK SGS.

  7. Was passiert, wenn ich den Antworttalon nicht einsende bzw. keine neue Sparplan-Variante wünsche?
    Wenn Sie jeweils bis zum 1. Dezember des Vorjahres keine neue Sparplan-Variante bei der PK SGS beantragen, bleibt der bisherige Sparplan auch im folgenden Kalenderjahr in Kraft.
  8. Ich habe mich vor dem 1. Dezember des Vorjahres für eine der beiden neuen Sparplan-Varianten entschieden, den Antworttalon ausgefüllt und diesen fristgerecht an die PK zurückgesandt. Bekomme ich jetzt eine Rechnung?
    Nein, die gemäss dem gewählten Sparplan relevanten Beiträge werden Ihnen ab Salärauszahlung „Januar“ (in Form von Lohnabzügen) monatlich vom Lohn in Abzug gebracht. Sie brauchen somit nichts weiter zu unternehmen.
  9. Kann ich, alternativ zu den höheren monatlichen Lohnabzügen bei den Sparplänen (Standard Plus bzw. Standard Surplus), meine Alters- bzw. Rentenleistungen auch durch Einkauf verbessern. Sehe ich dies richtig?
    Ja.
  10. Kann ich mich auch für die vorzeitige Pensionierung (gemäss Anhang A5) des Vorsorgereglements einkaufen?
    Ja. Allerdings müssen Sie sich zuvor in das maximale Sparguthaben gemäss Anhang A6 des Vorsorgereglements einkaufen.
  11. Angenommen ich entscheide mich für den Sparplan Standard Plus: Was passiert mit den von mir zusätzlich geleisteten Beiträgen bei meinem späteren Austritt?
    Ungeachtet der Planwahl erhalten Sie beim Austritt die volle Freizügigkeit. Dabei sind sämtliche geleisteten Beiträge mit Zins Bestandteil der Freizügigkeitsleistung und werden an die neue Vorsorgeeinrichtung (bzw. wenn eine solche fehlt, auf ein Freizügigkeitskonto bzw. auf ein Konto bei der Auffangeinrichtung) überwiesen.
  12. Was passiert, wenn ich eine der beiden Sparplan-Varianten (Standard Plus oder Standard Surplus) gewählt habe und später invalid werde bzw. versterbe?
    Bei Invalidität: Während der Dauer der Invalidität wird das Sparguthaben mit Zins aufgrund des letzten, zum Zeitpunkt des Beginns der Arbeitsunfähigkeit versicherten, Lohnes mit Spargutschriften nach dem Sparplan Standard bis zum ordentlichen Rücktrittsalter weiter geäufnet (vgl. auch Vorsorgereglement, Art. 29 sowie Art. 16 Abs. 3).

    Bei Tod vor dem Erreichen des Rücktrittsalters: Die Ehegattenrente beträgt beim Tod eines Versicherten vor Vollendung des ordentlichen Rücktrittsalters 40 % des versicherten Lohns, zahlbar, bis der Verstorbene das ordentliche Pensionierungsalter erreicht hätte. Danach beträgt sie 60 % der im Zeitpunkt des Todes versicherten Altersrente. Für die Bestimmung der versicherten Altersrente wird das Sparguthaben des Verstorbenen aufgrund des versicherten Lohns, rechnungsmässig mit Spargutschriften nach dem Sparplan Standard und dem Projektionszins, bis zum ordentlichen Pensionierungsalter weiter geäufnet. (Vgl. auch Vorsorgereglement, Art. 31).
  13. An wen kann ich mich wenden, wenn ich weitere Fragen habe?
    Bitte wenden Sie sich an Ihren Fachspezialisten berufliche Vorsorge, der Ihnen gerne die gewünschten Auskünfte erteilen wird.

Fragen und Antworten zum Thema 'Kapitalanlagen'

  1. Welche Richtlinien gelten im Speziellen für die Anlage des Vorsorgevermögens der Siemens Pensionskasse?

    Der Stiftungsrat hat im Bereich der Vermögensanlage die folgenden Regelungen getroffen:

    • Transparente Anlageorganisation mit einer klaren Funktionentrennung zwischen Anlageentscheidung, Durchführung und Kontrolle.
    • Klare Regeln für die Auftragsvergabe bei externen Vermögensverwaltern und anderen Geschäftspartnern.
    • Transparenter Umgang mit allfälligen Wissensvorsprüngen, Eigeninteressen, Interessenkonflikten und Rechtsgeschäften mit Nahestehenden.
  2. Wie sieht die Anlagestrategie aus?

    Die wichtigsten Eckwerte unserer Anlagestrategie entnehmen Sie folgender Tabelle:

    Gesamtvermögen Anlagekategorie nach BVV 2 Anlagestrategie BVV 2 Maximal-limiten²
    Strategie untere Bandbreite obere Bandbreite
             
    Liquidät¹ 1.0% 1.0% 5.0%
    Obligationen CHF 19.0% 14.0% 24.0%
    Obligationen CHF (Langfristig; D > 10J) 10.0% 5.0% 20.0%
    Obligationen Welt hedged 16.0% 11.0% 21.0%
    Aktien Schweiz 11.0% 9.0% 13.0%
    Aktien Welt 16.0% 12.0% 20.0%
    Aktien Emerging Markets 4.0% 3.0% 5.0%
    Immobilien Schweiz 23.0% 16.0% 30.0%
    Alternative Anlagen  0.0% 0.0% 2.0%
    Total 100.0%    
    Total Fremdwährungen (ohne Währungsabsicherung) 20% 15% 25%
    Total Nominalwerte 46% 30% 70%
    Total Obligationen Ausland 16% 11% 21%
    Total Aktien 31% 24% 38%
    Total Sachanlagen 54% 40% 70%
    Total Aktien Ausland 20% 15% 25%

    ¹ beinhaltet auch die Liquidität in den Mandanten
    ² siehe separate Aufstellung (unten)

    BVV 2 Anlagevorschriften

    Gesamtvermögen Anlagekategorie nach BVV 2 Einzellimiten Kategorienlimiten Anlagen beim Arbeitgeber
    Art. 54 Art. 55 Art. 57
    Forderungen Schuldner mit Sitz in der Schweiz 10% pro Schuldner
    Forderungen Schuldner mit Sitz im Ausland
    Forderungen in Fremdwährungen
    Grundpfandtitel, Pfandbriefe 50%
    Immobilien Schweiz 5% pro Immobilie 30% davon max 1/3 im Ausland
    Immobilien Ausland
    Belehnung Immobilien 30% Verkehrswert
    Aktien Schweiz 5% pro Beteiligung
    Aktien Ausland
    Alternative Anlagen (nur Kollektivanlagen ohne Nachschusspflicht) 15%
    Nominalwerte
    Sachwerte
    Auslandschuldner
    Aktien 50%
    Fremdwährungen ohne Währungssicherung 30%
    Ungesicherte Anlagen beim Arbeitsgeber 5%
    Immobilien, die dem Arbeitgeber zu mehr als 50% zu Geschäftszwecken dienen 5%

    Wird im Rahmen der Vermögensbewirtschaftung eine Maximallimite gemäss Artikel 54 bis 55 BVV 2 überschritten, so ist dies gemäss Artikel 50 Absatz 4 BVV 2 unter Berücksichtigung der Prinzipien in Artikel 50 Absätze 1-3 BVV 2 im Anhang der Jahresrechnung schlüssig darzulegen.

  3. Welche Performance hat die Siemens Pensionskasse im letzten Geschäftsjahr erzielt?

    Die erzielte Performance lag im Geschäftsjahr 2015 (01.10.2014 bis 30.09.2015) bei 1.65%. Einzelheiten dazu finden sich im Jahresbericht

  4. Wie hoch ist der Anteil des Portfolios an Nicht-traditionellen-Anlagen?

    Der Wert an nicht tradionellen Anlagen beträgt rund 0,0%.


Fragen und Antworten zum Thema 'Allgemeine Fragen'

  1. Ich habe verschiedene Versicherungsausweise erhalten. Welcher gilt jetzt für mich?

    Sie erhalten umgehend einen neuen Versicherungsausweis

    • bei Lohnänderungen
    • bei Einkaufszahlungen
    • bei Vorbezügen

    Damit ist jeweils der letzterhaltene Versicherungsausweis für Sie gültig. Achtung: Die voraussichtlichen Altersleistungen (vgl. Seite 2, Pt. 2b des Versicherungsausweises)

    • sind hochgerechnet mit dem aktuell gültigen Projektionszins*
    • verstehen sich ohne zukünftige Lohnerhöhungen

    * Dieser Zins wird für die Hochrechnung der Sparguthaben bzw. der Renten verwendet. Er ist nicht identisch mit der vom Stiftungsrat jährlich festgelegten Verzinsung und nicht garantiert.

  2. Welche Richtlinien gelten für die Corporate Governance der Siemens Pensionskasse?

    Der Stiftungsrat ist das oberste Organ der PK SGS. Ihm unterstellt ist die Geschäftsleitung, welche die Führung der operativen Geschäfte wahrnimmt. Alle Mitglieder der Verwaltung der PK SGS unterstehen den Siemens Business Conduct Guidelines. Zudem unterstehen alle Organmitglieder, Mitarbeitenden und die externen Beauftragten der PK SGS der ASIP-Charta.

    Erläuterungen zur ASIP-Charta

  3. Anwartschaft

    Unter Anwartschaft wird die Aussicht auf einen reglementarischen Rechtsanspruch verstanden (z.B. Ehegattenrente, Invaliden-Rente, etc.).

    Beispiel 1:
    Der Versicherte hat reglementarisch einen anwartschaftlichen Anspruch auf eine Ehegattenrente. (Aber: Vielleicht bleibt er zeitlebens unverheiratet.)

    Beispiel 2:
    Der Versicherte hat reglementarisch einen anwartschaftlichen Anspruch auf eine IV-Rente. (Aber: Vielleicht wird der Versicherte erst in 20 Jahren oder gar nie arbeitsunfähig.)

    Das heisst, eine Anwartschaft ist entweder noch nicht fällig geworden oder wird ggf nie fällig. Anwartschaften sind deshalb vom direkten Rechtsanspruch und vom wohlerworbenen Recht abzugrenzen. 

  4. Weitere Fragen

    Haben Sie weitere offene Fragen oder wollen Sie sich genauer zu einem Thema informieren?
    Hier haben Sie die Möglichkeit, uns direkt zu kontaktieren.

    info.pksgs.ch@siemens.com

     

     

    Generelle Hinweise:

    Im Zweifelsfall gelten die Bestimmungen des Reglements.

    Bei den Fragen und Antworten wird für Personenbezeichnungen jeweils die männliche Form verwendet. Sie gilt stets für beide Geschlechter.