Pflegeanleitung für versiegeltes Parkett

Parkett, ein lebendiger Boden

Holz lebt. Und das aus diesem natürlichen Werkstoff gefertigte Parkett ebenfalls. Je nach Klima kann es schwinden und kleine Fugen bilden (Trockenheit), oder sich ausdehnen (Feuchtigkeit). Wir empfehlen deshalb, ein möglichst konstantes Raumklima zu schaffen. Ideal ist eine Temperatur von 20 – 22°C bei mindestens 45 – 50 % relativer Luftfeuchtigkeit. Damit wird der Fugenbildung vorgebeugt und das Wohlbefinden der Menschen unterstützt. Eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit erreichen Sie durch Wasserverdunster an Heizkörpern, oder ganz sicher mit Luftbefeuchtungsgeräten.

Tägliche Reinigung

Versiegeltes Parkett braucht wenig, aber regelmässige Zuwendung. Sie können es mit einem Haarbesen, Staubsauger oder leicht wasserfeuchten (nebelfeuchten) Lappen reinigen (es sollte kein Wasser auf das Parkett gelangen). Für grössere Verunreinigungen können Sie dem Wischwasser auch ein neutrales Reinigungsmittel beigeben. Verschmutzungen, Schuhsohlenstriche oder ähnliches entfernen Sie vorteilhafterweise mit milden, lösemittelhaltigen Reinigern oder flüssigem, ebenfalls lösemittelhaltigem Polish.

Jetzt wird's wichtig!

Damit Ihre Freude am schönen Parkett ungetrübt bleibt, sollten Sie einige Ratschläge befolgen:

  • Ein Raumklima von 20 – 22°C bei mindestens 45 – 50 % relativer Luftfeuchtigkeit.
  • Eine Vorlage (Matte) vor der Haustüre, die Schmutz von den Schuhen zurückhält.
  • Filz unter den Stuhlbeinen oder Kunststoffscheiben unter Möbeln, die vor groben Kratzern und Eindrücken schützen.
  • Regelmässige Behandlung (je nach Bedarf) mit einer geeigneten Parkett-Pflege.
  • Rechtzeitiges Nachversiegeln, um die Lebensdauer zu erhöhen.
  • Blumentöpfe mit Untersetzern versehen, damit kein Wasser aufs Parkett gelangt.
  • Keine Scheuermittel einsetzen.
  • Das Hereintragen von Sand und/oder Steinchen vermeiden.
  • Keine Nassreinigung.
  • Zum Reinigen niemals Stahlspäne oder -wolle benutzen.
  • Keine Reinigungsmaschinen (Automaten) einsetzen.
  • Auf gar keinen Fall das Parkett mit einem Dampfreiniger behandeln.

Massnahmen zur Verhinderung von Parkett-Oberflächenbeschädigungen
Stuhl- / Möbelrolleneindrücke:
Harte Rollen erzeugen eine Punktbelastung und können zu Eindrücken / Spuren / Vertiefungen führen. Als Gegenmassnahme sind Rollstuhlunterlagen vor Bürotischen, generell weiche Rollen oder Untersätze bei Möbel und Klavieren einzusetzen.

Kratzspuren: Metall- / Holzstuhlbeine ohne Schutzgleiter oder Schutzgleiter aus Hart-PVC führen zu Eindrücken, Kratzern, starken Mattierungen in der Versiegelung sowie grossen Schallbelastungen. Filzgleiter oder weiche Kunststoffaufsätze verhindern die Schleifwirkung und vermindern die Geräusche beim Schieben. Starke Staub-, Schmutz- oder Sandimmissionen mattieren und zerkratzen die Oberfläche ebenfalls sehr stark. Gute Schmutzschleusen sowie geeignete Reinigungs- und Pflegemittel verhindern ein frühzeitiges und übermässiges Altern des Holzbodens.

Weichmacherwanderungen: Verschiedene - oft farbige - Teppichunterlagen als Gleitschutz haben grosse Weichmacheranteile. Diese können in/durch die Versiegelung wandern und zu Verfärbungen führen. Ebenso führen dampfsperrende Unterlagen zu Verfärbungen und Verformungen, darum ist das Verlegen von Spannteppichen mit Gummirücken verboten! Verwenden Sie nur Naturgummiunterlagen oder Schaumstoffe ohne grosse Weichmacheranteile. Ihr Fachhändler kennt sich aus. Gummirollen unter allerlei Wagen/Möbel oder Autopneus können durch Weichmacherwanderungen auch zu Verfärbungen führen. Zum Teil verschwinden die Verfärbungen nach einigen Monaten von selbst. Besser noch ist der Einsatz von Unterlagen oder Kunststoffrollen ohne Weichmacher.

Striemen in Versiegelungen: Striemen, oft auch farbig, stammen von Kunststoff- oder Gummisohlen. Auf thermoplastischen Oberflächenbehandlungen können extreme Streifungen von Schuhsohlen (z.B. Turnschuhe) zu Einbrennspuren führen. Eine sehr feine Oberflächenbehandlung (Schleifen) führt zu einer glatteren (nicht glitschigen) Versiegelung und dadurch weniger Spurenanfälligkeit. Mit geeignetem Polish-Pflegemittel kann die Striemenanfälligkeit stark vermindert werden.
Striemen in aufgetragenem Pflegemittel sind die Folge von zu viel/zu dickem Auftrag oder zu wenig Verblochen von Wachspolish. Durch regelmässiges Nachpolieren können die Produkte nachverdichtet werden und die Striemenbildung nimmt ab. Durch häufiges Feuchtwischen kann zu viel aufgetragenes Pflegemittel abgetragen werden.

Klebebänder: Zu langes Abdecken von Versiegelungen mit Klebebändern kann zu Verfärbungen durch den Klebstoff oder Abreissen der obersten Versiegelungsschicht beim Entfernen der Bänder infolge chemischer Beeinträchtigung führen. Zum Teil weisen Klebebänder eine derart grosse Klebkraft auf, dass ein Entfernen kaum oder nicht mehr möglich ist. Klebebänder nur kurzzeitig auf versiegelten Parkettböden aufkleben. Keine stark haftenden Klebebänder verwenden. Bewilligungen für das Verlegen von Spannteppichen erteilt die Verwaltung, sofern der Nachweis erbracht wird, dass die Teppiche geeignet sind.