Fachwörter

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Abschreibung

Berücksichtigung der technisch und betriebswirtschaftlich bedingten allmählichen Wertverminderung von bilanzierten Anlagen durch Herabsetzen des Buchwertes zulasten der Jahresrechnung. Forderungen gegenüber zahlungsunfähig gewordenen Schuldnern werden ebenfalls abgeschrieben.

Agio

Auch: Aufschlag, Aufgeld, Aufpreis, Report, Prämie. Im Börsenhandel: Unterschied zwischen dem Nennwert und dem höheren Kurswert eines Wertpapiers, ausgedrückt in % des Nennwerts (z.B. bei einer Obligation). Im Münzenhandel: Mehrpreis einer Münze (oder Medaille) gegenüber dem Metallwert. Im Devisenhandel: Differenz zwischen dem Kassakurs und dem höheren Terminkurs. Gegenteil: Disagio.

AHV-Ersatzrente

Temporäre Rente, die von der Vorsorgeeinrichtung zwischen dem Altersrücktritt und dem Einsetzen der AHV-Rente gewährt wird.

Aktie

Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital einer Unternehmung (Aktiengesellschaft) verkörpert. Die Aktie ist ein Sachwert und ein Teil des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft. Ihr Ertrag und Marktwert (Börsenkurs) richten sich somit nach der wirtschaftlichen Ertragskraft der betreffenden Unternehmung und können folglich erheblichen Kursschwankungen unterworfen sein.

Aktienindex

Kennziffer zur Beobachtung der Kursentwicklung der Aktien oder einzelner Aktiengruppen an der Börse (z.B. Dow Jones Index).

Aktiven

In der Bilanz aufgeführte Vermögenswerte der Stiftung.

Alpha

Renditekennziffer, welche die sog. risikobereinigte Performance eines Anlagefonds ausdrückt. Ist die mittlere Rendite eines Titels oder Portefeuilles grösser als vom Marktrisiko her erwartet, ist der Alpha-Wert positiv. Ist die mittlere Rendite hingegen kleiner, ist der Alpha-Wert negativ.

Alternative Anlage

Kapitalanlage, die nicht den traditionellen Anlageklassen wie Aktien, Obligationen oder Geldmarktprodukten zugeordnet werden kann. Alternative Anlagen weisen geringe Korrelationen zu den Aktien- und Anleihenmärkten auf. Sie eignen sich darum hervorragend für Investoren, die ihr Portefeuille gerne diversifizieren möchten. Beispiele: Private Equity, Hedge Funds, Rohstoffe und Immobilien.

Altersguthaben / Alterssparguthaben

Summe der angesammelten Altersgutschriften inkl. Freizügigkeitsleistungen und Zinsen.

Altersgutschriften

Jährliche Gutschrift auf dem Alterskonto, die nach Alter gestaffelt und in Prozenten des versicherten Lohnes bestimmt ist.

Amtlicher Wert

Durch kantonale Schätzung festgelegter Wert einer Liegenschaft.

Anlagefonds

Der Anlagefonds (auch Investmentfonds genannt) ist ein Vermögen, das aufgrund öffentlicher Werbung von den Anlegern zum Zwecke der gemeinschaftlichen Kapitalanlage aufgebracht und von der Fondsleitung nach dem Grundsatz der Risikoverteilung auf Rechnung der Anleger verwaltet wird.

Anlagepolitik

Richtlinien, die bei der Anlage eines Vermögens nach den Erfordernissen der Sicherheit, Risikoverteilung, Werterhaltung, Gewinnerzielung und Rendite aufgestellt werden.

Anlagestiftung

Zweck einer Anlagestiftung ist es, Vermögen von mehreren Personalvorsorgeeinrichtungen sicher und gewinnbringend im Rahmen der gesetzlichen Anlagerichtlinien anzulegen und zu verwalten.

Anleihe

Gesamthaft in einem bestimmten Zeitpunkt aufgenommene, in der Regel festverzinsliche, mittel- oder langfristige Schuld, die in gleichartige Obligationen unterteilt ist.

Annuität

Jährliche Aufwendung für Verzinsung und Tilgungsrate einer bestimmten Kapitalschuld. Bei jährlich gleichbleibenden Annuitäten erhöht sich die Tilgung um die eingesparten Zinsen auf dem bereits zurückbehaltenen Kapital (kumulative Tilgung).

Anstalt

Die öffentlich-rechtliche Anstalt ist eine aus Mitteln und Personal, technisch und organisatorisch zusammengefasste Verwaltungseinheit, die für eine bestimmte Verwaltungsaufgabe dauernd den Anstaltsbenützern zur Verfügung steht.

Ärztliche Untersuchung

Ärztliche Untersuchung auf Anordnung der Vorsorgeeinrichtung bei Geltendmachung von Versicherungsleistungen. Der Arzt wird in der Regel von der Vorsorgeeinrichtung bestimmt.

Asset Allocation

Gliederung eines Portefeuilles nach Währungen und Anlageinstrumenten.

Aufsichtsbehörde

Die Aufsichtsbehörde ist gemäss BVG vorgesehen. Sie muss eine zentrale, kantonale Instanz sein, welche unter der Oberaufsicht des Bundesrates steht. Sie kann gewisse Aufgaben auch anderen Kantons- oder Gemeindeinstanzen übertragen. Die Aufsichtsbehörde ist kein Organ der Vorsorgeeinrichtung und hat nicht die Befugnis, eine Vertretung in der Vorsorgeeinrichtung oder Teilnahme an ihrer Verwaltung zu verlangen. Die Aufsichtsbehörde kann Weisungen erlassen, insbesondere betreffend der Vermögensverwaltung. Sie ist auch befugt, Klagen von Destinatären entgegenzunehmen, wenn die Organe der Vorsorgeeinrichtung willkürlich handeln.

Auskunftspflicht

Pflicht des Versicherten, der Kasse alle Auskünfte zu erteilen, die für die korrekte Anwendung des Reglements erforderlich sind, wie Familienverhältnisse, gesetzliche oder vom Versicherten freiwillig übernommene Unterhaltspflichten, Gesundheitszustand, Bereitschaft, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen.

Austrittsleistung

Reglementarische Leistung, die einem Versicherten gewährt wird, der aus der Personalvorsorgeeinrichtung austritt (auch "Freizügigkeitsleistung" genannt).
Austrittsguthaben = Sparguthaben (Firma- und persönlicher Teil) plus Einkaufsguthaben (private Einkaufskonti).

Autonome Pensionskasse

Autonome Pensionskassen sind vollumfänglich für die Alters-, Invaliditäts- und Todesfallleistungen verantwortlich. Sie verwalten ihre Anlagevermögen selbst. Allfällige Deckungs- und Finanzierungslücken werden auf die Vorsorgewerke (Unternehmen) überwälzt.

Barwert

Der Barwert in einem bestimmten Zeitpunkt entspricht dem Wert, der dann als verzinsliches Kapital vorhanden sein muss, um daraus später zu erwartende Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Basispunkt

Ein Hundertstel Prozentpunkt. Wird für die Berechnung von Renditedifferenzen bei Zinsinstrumenten angewendet.

Baukredit

Hypothekarisch sichergestellter Kredit zur Bezahlung eines Neu- oder Umbaus.

Baurecht

Das Baurecht ist ein beschränktes dingliches Recht. Der Eigentümer des Grundstückes verpflichtet sich einem Dritten gegenüber, ihn auf seinem Grundstück bauen zu lassen.

Beharrungszustand

Eine Vorsorgeeinrichtung ist im relativen Beharrungszustand, wenn sich die Struktur des Versichertenbestandes durch Neuzugänge und Abgänge in Bezug auf Alter und Geschlecht im Laufe der Zeit nicht ändert. Die versicherten Bezugsgrössen (Lohn, Rente, Beiträge, usw.) dürfen dagegen variabel sein.

Beitragspflicht

Pflicht, die vom Reglement vorgesehenen Beiträge zu leisten. In der Regel wird unter Beitrag ein wiederkehrender Beitrag verstanden.

Beitragsprimat

Wir sprechen von einer Vorsorgeeinrichtung mit Beitragsprimat, wenn die Beitragshöhe im Reglement festgelegt ist (in festen Frankenbeträgen oder in Prozenten einer Bezugsgrösse) und daraus die Höhe der einzelnen Vorsorgeleistungen ermittelt wird.

Benchmark

«Messlatte», Referenzgrösse –- z.B. ein Aktienindex oder der Kurs bzw. die Rendite einer repräsentativen Anleihensobligation - im Hinblick auf die Performance-Analyse eines Portefeuilles.

Beta

Mass zur Beurteilung der Sensitivität einer Aktie bzw. eines Portefeuilles gegenüber dem Gesamtmarkt. Ein Beta > 1 bedeutet, dass die entsprechende Aktie bzw. das betreffende Portefeuille grösseren Ertragsschwankungen unterliegt und somit ein grösseres systematisches Risiko beinhaltet als der Gesamtmarkt. Siehe auch Alpha.

Betriebsrechnung (Erfolgsrechnung)

Differenz, die sich aus der Höherbewertung oder dem Verkauf von Aktiven oder aus der Tieferbewertung von Passiven (z.B. von Rückstellungen) im Vergleich zu früheren Werten ergibt.

Bilanz

Periodische Gegenüberstellung sämtlicher Aktiven und Passiven an einem bestimmten Stichtag. Die Aktivseite der Bilanz gibt Aufschluss über die Herkunft der Mittel, während die Passivseite über die Verwendung der Mittel orientiert.

Bonität der Vorsorgeeinrichtung

Bonität ist bei einer Vorsorgeeinrichtung dann gegeben, wenn Sicherheit, genügender Ertrag der Anlagen und eine angemessene Verteilung der Anlagerisiken sowie die Deckung des voraussehbaren Bedarfes an flüssigen Mitteln gewährleistet sind.

Buchgewinn / Buchverlust

Differenz, die sich aus der Höherbewertung oder dem Verkauf von Aktiven oder aus der Tieferbewertung von Passiven (z.B. von Rückstellungen) im Vergleich zu früheren Werten ergibt.

Buchwert

1. Wert, zu dem ein Aktivposten in der Bilanz aufgeführt ist (Bilanzwert). Falls der Buchwert kleiner ist als der effektiv bei einem Verkauf erzielbare Wert, entspricht die Differenz einer stillen Reserve.
2. Wert, der sich aus der Teilung des ausgewiesenen Eigenkapitals durch die Anzahl ausstehender Aktien ergibt.

BVG

Das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge legt die obligatorischen Mindestleistungen fest.

Cash flow

Richtlinien, die bei der Anlage eines Vermögens nach den Erfordernissen der Sicherheit, Risikoverteilung, Werterhaltung, Gewinnerzielung und Rendite aufgestellt werden.

Courtage

Kommissionsweise Vergütung an den Börsenagenten für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Üblicherweise mit degressivem Ansatz, d.h., Aufträge mit hohem Transaktionsvolumen kosten prozentual weniger als Kleinaufträge.

Deckungsgrad

Unter dem Deckungsgrad ist das Verhältnis zwischen dem vorhandenen Vermögen und den auf Grund des gewählten Finanzierungsverfahrens berechneten Vorsorgekapitalien inkl. technischen Rückstellungen zu verstehen.

Deckungskapital

Das Deckungskapital ist die Differenz aus dem Barwert der künftigen Leistungen (Geldströme, die einmal ausbezahlt werden) und dem Barwert der künftigen Beiträge (Geldströme, die einmal einbezahlt werden). Beispiel: Kapitalbedarf der Altersrenten: Barwert der Altersrenten Kapitalbedarf der zukünftigen Beiträge: Barwert der Beiträge Differenz = Deckungskapital.

Derivative Instrumente

Ein Derivat ist ein von einem zu Grunde liegenden Finanzinstrument abgeleiteter Vertrag, zum Beispiel ein Kauf- oder Verkaufsrecht auf einen im voraus bestimmten Basiswert. Als Basiswert für Termin- und Optionskontrakte dienen etwa Finanztitel wie Aktien und Obligationen, Edelmetalle, Währungen, Indizes (z.B. der Swiss Market Index), Zinssätze oder Handelswaren. Ein wichtiges Element von Finanzderivaten ist die sogenannte Hebelwirkung (auch als Leverage bezeichnet): Das Eingehen von Options- oder Futures-Positionen erfordert nur einen Bruchteil des Kapitals, das zum Erwerb des zu Grunde liegenden Basiswertes nötig wäre. In der Regel sind die Kursbewegungen der Derivate aber überproportional zum Basiswert, und zwar in beide Richtungen nach oben und nach unten.

Destinatär

Versichertes Mitglied einer Personalvorsorgeeinrichtung.

Dienstjahre

Jahre zwischen Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses.

Dividende

Der bei einer Aktiengesellschaft je Aktie ausbezahlte Anteil am Reingewinn. Die Festsetzung der Dividende erfolgt durch die Generalversammlung auf Antrag des Verwaltungsrates.

Dow-Jones-Index

Massgebender Aktienindex der USA. Er besteht seit 1897 und wird vom Verlagshaus Dow-Jones während der Börse halbstündlich in Form von drei Teilindices ermittelt: Industrie-, Transport- und Versorgungswerte. Aus diesen wird ein Gesamtindex berechnet. Am stärksten wird aber der Industrieindex beachtet; dieser wird oft mit dem "Dow-Jones" gleichgesetzt. Der Index wird berechnet, indem die Summe der täglichen Schlusskurse durch die Zahl der enthaltenen Aktien geteilt wird. Der Dow-Jones-Industrieindex enthält nur 30 Titel; trotzdem widerspiegelt er den allgemeinen Börsentrend sehr zuverlässig. Der grösste Vorteil des Dow-Jones liegt in seiner Vergleichbarkeit über längere Zeit.

Duration

Gewichtete durchschnittliche Laufzeit aller Zahlungen (Zins, Rückzahlung) eines festverzinslichen Wertpapiers. Die Duration ist eine Masszahl für das Zins-Änderungsrisiko zinsabhängiger Positionen und Anlagen.

Effekten

Wertpapiere (Aktien, Partizipationsscheine, Obligationen, usw.) die vertretbar (fungibel) sind, da sie in grösserer Zahl und gleicher Art ausgegeben werden; sie eignen sich daher besonders für den Börsenhandel.

Ehegattenrente

Rente für Witwer oder Witwe.

Eigenmietwert

Hypothetisches Einkommen aus einer eigenen Liegenschaft, das der Einkommenssteuer unterliegt.

Einkaufskonto

Der Versicherte kann im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und des Reglements jederzeit private Einlagen in das Einkaufskonto "Sparguthaben" leisten. (1x jährlich)

Eintrittsgeld (finanzielle Beteiligung beim Eintritt)

In einer Leistungsprimatkasse entspricht das Eintrittsgeld dem Betrag, der notwendig ist, um die reglementarischen, vom Eintrittsalter und den zukünftigen Beitragsjahren des Versicherten abhängigen Leistungen erreichen zu können. Durch das Eintrittsgeld werden keine Beitrags- oder Versicherungsjahre eingekauft. Wird es nicht bezahlt, werden die reglementarischen Leistungen gekürzt.

Ertragswert

Aufgrund des gegenwärtigen oder künftigen Ertrages errechneter Wert einer Sache, im Unterschied zum Kurs- oder Verkehrswert.

Festgelder

Auf Termin (einen bestimmten Verfalltag, in der Regel drei, sechs oder zwölf Monate) zinstragend angelegtes Guthaben.

Finanzielle Mittel

Die finanziellen Mittel einer Vorsorgeeinrichtung sind Werte, über die sie kurz-, mittel-, und langfristig verfügen kann. Diese Werte figurieren unter den Rubriken der Aktiven der Bilanz. Um die tatsächliche finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtung zu kennen, muss man auch die Passiven der Bilanz berücksichtigen, unter denen die Schulden, die Verpflichtungen und das freie Kapital einzeln figurieren.

Freizügigkeitsleistung / FZL

Siehe unter Austrittsleistung

Freizügigkeitspolice

Mit einer Freizügigkeitsleistung als Einmaleinlage errichtete, prämienfreie Versicherung bei einer Versicherungsgesellschaft oder beim Pool Schweiz. Lebensversicherungsgesellschaften. Rückkauf nur bei Einbringung in eine Personalvorsorge-Einrichtung möglich, bzw. in gesetzlich zugelassenen Fällen.

Freizügigkeitsstiftung

Einrichtung der Bank mit dem Zweck, das durch Freizügigkeit anfallende Vorsorgekapital steuerfrei zu günstigen Bedingungen anzulegen und zu verwalten.

Fund-of-Funds

Auch: Dachfonds. Anlagefonds, der in verschiedenen anderen Fonds mit unterschiedlichen Anlagestrategien investiert.

Fürsorgefonds, Hilfsfonds, Wohlfahrtsfonds, Unterstützungsfonds, Sparfonds, Risikofonds

Früher oft als Bezeichnungen für Vorsorgeeinrichtungen verwendet. Heute versteht man darunter meistens spezielle Abteilungen, auch innerhalb einer bestehenden Institution, die in der Regel nicht reglementiert sind. Sie haben verschiedene Zweckbestimmungen und sehen häufig freiwillige Leistungen ohne Rechtsanspruch vor.

Gemeinschaftsstiftung

Eine Gemeinschaftsstiftung ist eine Stiftung für verschiedene Unternehmungen, die durch eine bestimmte Gemeinsamkeit miteinander verbunden sind und die ihren Arbeitnehmern eine einheitliche Vorsorge bieten möchten. Das typische Merkmal dieser Stiftung ist, dass die Organisation, der Versicherungsplan und die Rechnungsführung einheitlich geregelt sind.

Geschiedene Ehegatten

Hinterlässt der Versicherte einen geschiedenen Ehegatten, so ist dieser in gewissen Fällen dem überlebenden Ehegatten gleichgestellt. Die Leistungen dürfen jedoch zusammen mit den Leistungen der übrigen Versicherungen den im Scheidungsurteil zugesprochenen Anspruch nicht übersteigen.

Goldene Regel

Bei der Goldenen Regel wird von der Annahme ausgegangen, dass die Geldentwertung im gleichen Verhältnis zunimmt wie die Verzinsung der Altersguthaben.

Halbinvalid

Person, die eine halbe Invalidenrente bezieht, weil ihre Erwerbsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen vermindert ist.

Halbwaise

Kind, bei dem nur ein Elternteil verstorben ist.

Hedge-Fund

Private Anlagegemeinschaft, die an den globalen Kapitalmärkten agiert, sich an absoluten Renditen orientiert und einen raschen Vermögenszuwachs anstrebt. Hedge-Funds bedienen sich verschiedener Absicherungstechniken, sind schwach reguliert und nehmen nur eine begrenzte Anzahl Investoren auf, um dadurch ihre Anlagestrategie flexibel gestalten zu können. Die Hedge-Funds gelten nach schweizerischem Recht als «übrige Fonds mit besonderem Risiko», da sie sich kaum Einschränkungen hinsichtlich der Anlagetechnik und der Anlageinstrumente auferlegen. Ausserdem ist zusätzlich zur Managementgebühr bei Hedge-Funds eine erfolgsabhängige Gewinnbeteiligung der Fondsleitung üblich. Bei den Hedge-Funds wird nicht nach der Art der Anlage (Aktien- oder Obligationenfonds) bzw. nach geografischer oder thematischer Ausrichtung, sondern nach Strategien unterschieden (z.B. Arbitrage, Macro, Event-Driven oder Opportunistic).

High-Yield-Bond

Auch: Junk-Bond. Obligation, die von führenden Rating-Agenturen als BB+ oder schlechter eingestuft wird bzw. dieser Einstufung entspricht. Wegen ihrer schlechteren Kreditqualität bieten High-Yield-Bonds eine höhere Rendite als Papiere besserer Bonität, beinhalten aber auch höhere Risiken. Unternehmen und Schwellenländer stellen die wichtigste Emittentengruppe von High-Yield-Bonds dar.

Hinterlassene / Hinterbliebene

Personen, die beim Tod des Versicherten (Aktive oder Pensionierte) Anspruch auf eine Leistung der Vorsorgeeinrichtung haben, grundsätzlich weil der Verstorbene für deren Lebensunterhalt ganz oder zu einem wesentlichen Teil aufgekommen ist. Umfasst Witwe, Witwer, geschiedene Ehefrau, Waisen sowie Lebenspartner

Hypothek

Forderung, die durch ein im Grundbuch eingetragenes Pfandrecht an einem Grundstück sichergestellt ist. Arten dieser Grundpfandrechte sind in der Schweiz Grundpfandverschreibung, Schuldbrief und Gült.

Indexfonds

Anlagefonds, der in seiner Titelselektion die Struktur eines anerkannten Börsenindex nachzubilden versucht.

Invalidenrentner

Person, die aus gesundheitlichen Gründen arbeits- oder erwerbsunfähig geworden ist und deshalb von der Vorsorgeeinrichtung eine Rente bezieht.

Kapital

Der Ausdruck "Kapital" bezieht sich auf die Passiven und zeigt, wie das unter den Aktiven figurierende Vermögen finanziert wurde. Man unterscheidet zwischen Eigenkapital (vom Besitzer oder von den Besitzern des Unternehmens eingebrachte Mittel) und Fremdkapital (Darlehen, Verpflichtungen, usw).

Kassenobligationen

Je nach Bedarf laufend zur Ausgabe gelangende mittelfristige Schuldverschreibung der Banken, in runden Beträgen, meistens mit einer Laufzeit von drei bis acht Jahren.

Kaufmännische Buchhaltung

Jede Vorsorgeeinrichtung ist verpflichtet, eine kaufmännische Buchhaltung zu führen. Für jedes Rechnungsjahr ist eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung zu erstellen sowie die Bilanz am Ende des Rechnungsjahres. Die kaufmännische Buchhaltung muss alle finanziellen Operationen, welche Auswirkung auf die Einnahmen- und Ausgabenrechnung (Betriebsrechnung) oder auf die Bilanz der Vorsorgeeinrichtung haben, registrieren.

Konsolidierung von Baukrediten

Im Rahmen des bewilligten Baukredites bezahlt die Darlehensgeberin die vom Bauherrn visierten Rechnungen. Periodisch (in der Regel pro Quartal) wird der vereinbarte Zins belastet. Üblicherweise belastet die Darlehensgeberin nebst dem vereinbarten Zins eine Kommission (etwa 1/4% pro Quartal). Nach dem Abschluss des Bauwerkes, wenn die Bauabrechnung vorliegt, wird der Saldo in ein festes Darlehen (Hypothek) umgewandelt. Das nennt man die Konsolidierung. Fortan wird ein Hypothekarzins ohne Kommission belastet.

Koordinationsabzug

Der Koordinationsabzug entspricht der Differenz vom AHV-pflichtigen zum versicherten Jahreslohn. Mit diesem Abzug wird berücksichtigt, dass bereits ein Teil des Verdienstes durch die AHV-Leistungen versichert ist.

Koordinierter Lohn

Seit dem In-Kraft-Treten des BVG: Bezeichnung jenes Lohnanteils, welcher für das BVG berücksichtigt wird.

Körperschaften

Die öffentlich-rechtliche Körperschaft ist ein mitgliedschaftlicher Zusammenschluss von Personen in Form einer selbständig rechtlichen Einheit, die zwecks Erfüllung einer öffenltlichen Aufgabe auf Dauer über Mittel und Personal verfügt. Sie besitzt meist eine eigene Rechtspersönlichkeit. Beispiele für solche Körperschaften sind der Bund, die Kantone oder die Gemeinden selbst.

Korrelation

Mass für den linearen Zusammenhang zwischen zwei Zahlenreihen (z.B. Performance eines Wertpapiers und des Gesamtmarkts). Eine positive Korrelation heisst, dass bei steigendem Wert der einen Variablen auch die andere zunimmt. Eine negative Korrelation bedeutet, dass bei steigendem Wert der einen Variablen die andere abnimmt. Definitionsgemäss bewegt sich die Korrelation zwischen +1 (perfekt positiv) und 1 (perfekt negativ). Bei einer Korrelation von 0 besteht kein Zusammenhang zwischen den beiden Variablen.

Kotierung

Mit der Kotierung wird ein Wertpapier zum Handel an der Börse zugelassen und erscheint im amtlichen Kursblatt. Die Kotierung ist an Bedingungen geknüpft. So werden nur Aktien und Obligationen von Unternehmungen oder öffentlich-rechtlichen Körperschaften kotiert, die öffentlich Rechnung ablegen und einen gedruckten Geschäftsbericht publizieren.

Kursschwankungsreserve

Schwankungsreserve zum Ausgleich von realisierten und nicht realisierten Wertveränderungen (Gewinne und Verluste) auf den Wertschriftenanlagen.

Leibrente

Rente, zahlbar bis zum Todesfall des Versicherten.

Leistungsprimat

Wir sprechen von einer Vorsorgeeinrichtung mit Leistungsprimat, wenn die Art und Höhe der Vorsorgeleistungen im Reglement festgelegt ist (in festen Frankenbeträgen oder in Prozenten einer Bezugsgrösse) und daraus individuell oder kollektiv die Höhe der Beiträge ermittelt wird.

Lombardgeschäft

Kreditgewährung gegen Verpfändung beweglicher, leicht verkäuflicher Sachen (Waren oder Wertpapiere).

LSV

Lastschriftverfahren: Einziehen von periodisch wiederkehrenden Forderungen (z.B.: Darlehenszins). Die Lastschriftdaten werden vom Zahlungsempfänger mittels eines Datenträgers (Magnetband, Kassette, Diskette) dem Rechenzentrum der Banken eingereicht. Die Begleichung der Rechnung erfolgt automatisch aufgrund einer vom Schuldner einmalig unterzeichneten Einzugsermächtigung (bargeldloser Zahlungsverkehr).

Marchzins

Auch: laufender Zins, Stückzins, Bruchzins, Ratazins. Ein seit dem letzten Zinstermin bis zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgelaufener Zins.

Meldepflicht

Pflicht des Versicherten, der Kasse unaufgefordert alle Änderungen zu melden, die für die Anwendung des Reglements erforderlich sind: Änderung des Zivilstandes, der Familienverhältnisse, der Unterhaltspflicht. Ferner für Invalide: Pflicht, bei der IV eine Rente geltend zu machen und den IV-Entscheid mitzuteilen, sich regelmässig ärztlichen Kontrollen zu unterziehen, usw.

Mindestrente

Garantierte Mindestrente für einen Versicherten (Beispiel AHV/IV).

Moderne Portfoliotheorie

Portfoliotheorie, die durch internationale Diversifikation der Anlagen optimale Risiko-Rendite-Eigenschaften für die Kundenportfolios anstrebt. Die moderne Portfoliotheorie ist ein vom Amerikaner H. M. Markowitz begründetes Modell.

Nachzahlung (bei Gehaltserhöhung)

Betrag, welcher in einer Leistungsprimatkasse mit Durchschnittsbeitrag bei einer Gehaltserhöhung zu bezahlen ist, falls mit dem reglementarischen Beitrag die Erhöhung des individuellen Deckungskapitals nicht ausgeglichen werden kann. Dieser Betrag wird nicht immer versicherungsmathematisch berechnet und kann einen gewissen Solidaritätsbeitrag beinhalten. Die Nachzahlungen werden auch als ausserordentliche Beiträge bezeichnet.

Obligationen

Als Wertpapier ausgestaltete Schuldverpflichtung mit festem oder variablem (indexierten) Zinssatz und gegebener Laufzeit (fester Fälligkeit). Die häufigsten Formen in der Schweiz sind die Anleihensobligationen, die mit erfolgter Kotierung börsengängig sind (Laufzeit mindestens 8 Jahre), und die von den Banken laufend ausgegebenen, an der Börse nicht handelbaren Kassenobligationen (Laufzeiten zwischen 3 und 8 Jahren).

Option

Vereinbarung, die einem Vertragspartner das einseitige Recht einräumt, eine im Voraus bestimmte Menge einer Ware oder eines Werts zu einem bestimmten Preis innerhalb eines definierten Zeitraums zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Optionen werden an Terminbörsen oder Optionenbörsen gehandelt.

Optionsanleihe

Anleihensobligation mit Optionsschein. Der Optionsschein kann vom Titel (der Obligation) getrennt und während einer bestimmten Frist zu einem im voraus festgelegten Preis - je nach den Anteilsbedingungen - in Aktien oder Partizipationsscheine umgetauscht werden.

Outperformance

Kursentwicklung einer Aktie oder eines Portefeuilles, die einen bestimmten Benchmark übertrifft. Gegenteil: Underperformance.

Paritätisches Organ

Im Rahmen der obligatorischen Vorsorge aus derselben Anzahl Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammengesetztes Organ.

Partizipationsschein

Beteiligungspapier mit Vermögensrechten. Im Gegensatz zur Aktie kann der Partizipationsschein auf jeden beliebigen Nennwert gestückelt werden. Abkürzung in den Kurslisten: PS.

Passiven

Die auf der rechten Seite der Bilanz aufgeführten Posten, d.h. die Verbindlichkeiten und das Eigenkapital.

Passives Management

Portfoliomanagementstrategie (Vermögensverwaltung), bei welcher der Manager die Performance eines Benchmark-Index zu egalisieren versucht und dabei so wenig Transaktionen wie möglich tätigt, um die Transaktionskosten zu minimieren.

Pensionskasse

Ursprünglich wurde darunter eine Institution verstanden, welche wiederkehrende Leistungen, das heisst Pensionen (Renten) ausrichtet. Heute wird der Ausdruck in der Umgangssprache oft auch für Kassen mit Kapitalleistungen verwendet.

Perennität

Wir sprechen von Perennität, wenn gewährleistet ist, dass bei den beitragszahlenden Versicherten die Abgänge in Zukunft grundsätzlich durch Neueingänge ersetzt werden.

Performance

Ergebnis, Rendite, Wertentwicklung eines Portefeuilles

Personal-Vorsorgestiftung

Stiftungen sind häufig bei Unternehmungen anzutreffen, deren Vorsorge sich auf das firmeneigene Personal beschränkt. Solche Stiftungen werden auch oft einfache oder gewöhnliche Stiftungen genannt, um sie von den übrigen Stiftungen abgrenzen zu können.

Pfandrecht

Zur Sicherung einer Forderung dienendes, beschränkt dingliches Recht an einer fremden Sache, das dem Gläubiger die Befugnis gibt, sich im Falle der Nichtbefriedigung aus dem Erlös des Pfandes bezahlt zu machen.

Portefeuille

Wertschriftenportefeuille: Das Wertschriftenportefeuille bildet die Gesamtheit der von einer Bank verwalteten Wertpapiere bzw. Wertschriftenanlagen eines einzelnen Kunden.

Protokolle

Das schriftliche Festhalten von Entscheidungen der Vorsorgeeinrichtung.

Put-Option

Option, die den Käufer berechtigt, aber nicht verpflichtet, einen bestimmten Basiswert in einer bestimmten Menge zu einem im voraus festgelegten Preis (Ausübungspreis) bis oder zu einem bestimmten Termin zu verkaufen.

Rating

Bonitätsmässig skalierte Einstufung von Schuldnern, Unternehmen, Banken oder Staaten bzw. der von ihnen herausgegebenen Wertpapiere. Ratings werden sowohl bankintern als auch durch Rating-Agenturen erstellt.

Rating-Agentur

Unternehmen, das auf Ratings spezialisiert ist. Beispiele: Standard & Poor's, Moody's.

Refinanzierung

Aufnahme von Krediten durch Banken, um damit selbst Kredite zu gewähren, z.B.: Refinanzierung bei der Notenbank (Rückdiskontierung), Refinanzierung am Euromarkt.

Reglement einer Vorsorgeeinrichtung

Das Reglement beschreibt die gesamte Vorsorgetätigkeit oder einen Teil davon. Das Reglement legt den Kreis der begünstigten Personen fest, die vorgesehenen Leistungen, die Rechte und Pflichten der begünstigten Personen und die Finanzierung der Leistungen.

Rendite

In Prozenten des investierten Kapitals ausgedrückter Ertrag einer Kapitalanlage. Bei Aktien und Obligationen ergibt sich die Rendite aus dem Verhältnis der Dividende bzw. des Nominalzinses zum Börsenkurs. Bei Wertpapieren spricht man von einer Bruttorendite vor und von einer Nettorendite nach Abzug der Quellensteuer, Gebühren, etc.

Rentenversicherung

Die Leistungen werden hauptsächlich auf Rentenbasis ausgerichtet, zusätzlich oft Todesfallsummen oder Sterbegelder.

Rentner

Person, die irgend eine Rente bezieht (eidgenössische Versicherung, berufliche Vorsorge, private Rentenverträge, usw.). Pensionierte, Invalide, überlebende Ehegatten, Waisen sowie allenfalls andere Berechtigte gehören dem Bestand der Rentner an.

Rentnerverhältnis

Das Rentnerverhältnis entspricht dem Verhältnis zwischen der Zahl der aktiven Versicherten und der Zahl der Rentenbezüger (Alters-, Invaliden- und Ehegattenrenten ohne Kinderrenten). Der Begriff wird auch im umgekehrten Sinn verwendet.

Retrozession

Weitergabe eines Anteils der von einer Bank eingenommenen Kommissionen an eine andere Bank oder an einen Vermittler, z.B. bei Emissions- oder Konsortialgeschäften.

Revisionsbericht

Die Kontrollstelle oder die Revisionsgesellschaft erstellt einen "Revisionsbericht", bzw. "Erläuterungsbericht". Dieser Bericht kommentiert die Posten der Bilanz und der Betriebsrechnung und gibt detailliert Auskunft über die im Laufe der Revision gemachten Feststellungen.

Risikobeiträge

Beiträge an die Pensionskasse zur Deckung der Risiken "Invalidität" und "Tod".

Rückstellungen

Zulasten der Erfolgsrechnung in der Bilanz gebildete Passivposten zur Deckung künftiger Verpflichtungen oder voraussichtlicher Verluste. Rückstellungen werden in der Bilanz oft unter den sonstigen Passiven verbucht.

Sachwert

Wertbeständige Kapitalanlage, die Schutz gegen die Geldentwertung bietet. Sachwerte sind neben Grundstücken und Liegenschaften auch Rohstoffe, Edelmetalle sowie Aktien von Unternehmen, deren Aktiven überwiegend aus Sachwerten (Liegenschaften, Waren) bestehen. Liegenschaften stellen einen klassischen Sachwert dar, indem sie auf dem Produktionsfaktor Boden beruhen, der als einziger nicht vermehrbar ist.

Sammelstiftung

Einer Sammelstiftung können sich beliebige Unternehmungen (meist kleinere Firmen) anschliessen, die aus administrativen Gründen keine eigene Stiftung errichten wollen. Für jede angeschlossene Unternehmung gilt ein eigenes Reglement, es besteht ein eigener Kassenvorstand und es wird getrennt Rechnung geführt.

Sanierungsmassnahmen (Unterdeckung)

Über einen bestimmten Zeitraum definierte Massnahmen zur wirkungsvollen und nachvollziehbaren Behebung von Unterdeckung.

Schwankungsreserve

Von der Vorsorgeeinrichtung für die Deckung der Risikoabweichungen bei Kapitalinvestitionen gebildete Reserve.

Securities Lending and Borrowing

Abk.: SLB. Ausleihe von Wertschriften auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Erhalt einer Kommission und Stellung von Sicherheiten. Diese Finanzdienstleistung ist speziell für Grosskunden mit internationalen Wertschriftenbeständen geeignet. Eine Nachfrage entsteht v.a. für längerfristige Arbitrage-, Absicherungs- oder Finanzierungstransaktionen.

Selbständige Anstalten

Sie haben eine eigene Rechtspersönlichkeit und haften für ihre Verbindlichkeit selbst. Diese Vorsorgeeinrichtung wird aus der allgemeinen Verwaltung des Gemeinwesens ausgegliedert.

Shareholder value

Shareholder: Teilhaber einer Aktiengesellschaft bzw. Inhaber einer Aktie oder einer Mehrzahl von Aktien. Shareholder value: (Aktionärswert) Die Maximierung des Shareholder value umfasst das Bestreben der für eine Gesellschaft verantwortlichen Führungskräfte, den Unternehmenswert für die Aktionäre kontinuierlich zu steigern.

Sharpe-Ratio

Kennzahl zur risikoadjustierten Performancemessung eines Portefeuilles, bei der die Ueberrendite ins Verhältnis zur Standardabweichung der erwirtschafteten Portfoliorendite gesetzt wird. Eine hohe Sharpe-Ratio bedeutet, dass mit einem geringen Risiko eine gute Performance erzielt wurde.

Sicherheitsfonds

Er richtet Zuschüsse an jene Vorsorgeeinrichtungen aus, die eine ungünstige Altersstruktur aufweisen; er stellt ferner die gesetzlichen Leistungen von zahlungsunfähig gewordenen Vorsorgeeinrichtungen sicher.

Sparguthaben

Summe der angesammelten Altersgutschriften inkl. Freizügigkeitsleistungen und Zinsen.

Stakeholder

Wirtschaftliche, staatliche oder andere gesellschaftliche Gruppen (z.B. Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Steuerbehörden), die ein Interesse an den Leistungen und am finanziellen Ergebnis eines Unternehmens geltend machen.

Taggeld aus dem UVG

Dieses wird nach einem Unfall ausbezahlt. Es beträgt 80% des versicherten Lohnes (max. Lohn CHF 126'000) und wird ab dem 3. Tag bis zur Konsolidation mit einer Invalidenrente entrichtet. Dieses Taggeld wird von der SUVA (Eidg. Unfallversicherungsanstalt) oder von einer konzessionierten Versicherungsgesellschaft ausbezahlt. Kein Taggeld wird entrichtet, falls der Versicherte ein gleichwertiges Taggeld der IV erhält.

Taggeld aus der Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) sieht seit 1.7.1997 vor, dass die Arbeitslosenkasse zur Sicherung der Risiken Tod und Invalidität den Arbeitslosen einen Beitrag abzieht und diesen mit dem Arbeitgeberbeitrag an die BVG-Auffangeinrichtung überweist.

Taggeld aus der IV

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) sieht seit 1.7.1997 vor, dass die Arbeitslosenkasse zur Sicherung der Risiken Tod und Invalidität den Arbeitslosen einen Beitrag abzieht und diesen mit dem Arbeitgeberbeitrag an die BVG-Auffangeinrichtung überweist.

Technischer Gewinn oder Verlust

Dieser entsteht, wenn die getroffene Annahme nicht dem tatsächlichen Verlauf entspricht.

Teilinvalider

Person, die aus gesundheitlichen Gründen teilerwerbsunfähig geworden ist und deshalb eine Teilrente bezieht. Ein im Sinne der IV Teilinvalider kann vollzeitig arbeiten, aber einen niedrigeren Lohn als früher beziehen.

Teilliquidation

Die Voraussetzungen für eine Teilliquidation sind erfüllt, wenn:

  1. eine erhebliche Verminderung der Belegschaft erfolgt;
  2. eine Unternehmung restrukturiert wird;
  3. ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin den Anschlussvertrag mit einer Vorsogeeinrichtung auflöst und diese Einrichtung nach der Auflösung weiterbesteht.


Jede Vorsorgeeinrichtung muss über ein Teilliquidationsreglement mit entsprechenden Detailbestimmungen verfügen.

Teilrente

Rentenbetrag, der von der Vorsorgeeinrichtung ausbezahlt wird, wenn die Anzahl der erforderlichen Beitragsjahre für die Vollrente nicht vorhanden ist. Dieser Ausdruck wird auch im Falle einer teilweisen Invalidität verwendet.

Transitorische Aktiven

Posten der Rechnungsabgrenzung; anteilsmässige Aktivierung von Ausgaben, die im abgelaufenen Geschäftsjahr bezahlt wurden, jedoch das neue Geschäftsjahr betreffen, oder von Erträgen, die dem alten Geschäftsjahr gutzuschreiben sind, jedoch erst in der neuen Rechnungsperiode eingehen.

Transitorische Passiven

Posten der Rechnungsabgrenzung; anteilsmässige Buchung von Erträgen, die bereits in der alten Rechnungsperiode eingingen, jedoch erst das folgende Geschäftsjahr betreffen, oder von Ausgaben, die erst in der neuen Rechnungsperiode bezahlt werden, jedoch das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen.

Übergang von Nutzen und Schaden

Mit diesem Termin wird festgelegt, an welchem Tag das Vertragsobjekt dem Käufer zur Verfügung steht, bzw. das Risiko für das Vertragsobjekt vom Verkäufer an den Käufer übergeht.

Übergangsgeneration

Versicherte einer Vorsorgeeinrichtung, die bei einer Änderung des Reglements versichert sind. Ihre Rechte und Pflichten werden in sogenannten "Übergangsbestimmungen" des Reglements oder eines Nachtrages geregelt.

Überlebender Ehegatte

Ehegatte eines verstorbenen Versicherten (aktiv oder pensioniert). Dieser Ausdruck wird verwendet, wenn Witwer und Witwen unter den gleichen Bedingungen eine Hinterlassenenleistung beanspruchen können. Sind die reglementarischen Bedingungen erfüllt, so bezieht der überlebende Ehegatte die Rente bis zu seinem Tod oder allenfalls bis zu einer Wiederverheiratung.

Umlageverfahren

Beim Umlageverfahren wird der jährliche Beitrag periodisch so festgelegt, dass auch die in der entsprechenden Periode anfallenden Vorsorgeleistungen erbracht werden können. Weder die laufenden noch die anwartschaftlichen Ansprüche sind somit durch ein entsprechendes Deckungskapital sichergestellt.

Umsatzabgabe

Auch: Umsatzstempel. Stempelabgabe, die der Bund auf den von inländischen Effektenhändlern getätigten Käufen und Verkäufen von in- und ausländischen Wertpapieren erhebt.

Umwandlungssatz

Der Umwandlungssatz ist der Prozentsatz, mit welchem beim Rücktrittsalter das Altersguthaben in eine Altersrente umgewandelt wird. Er sollte dem Kehrwert des Leistungsbarwertes im entsprechenden Rücktrittsalter entsprechen und wird in Prozenten angegeben.

Verbandskasse

Von einem Verband für seine Mitglieder organisierte Vorsorgeeinrichtung.

Vermögen

In der buchhalterischen Terminologie bedeutet der Ausdruck "Vermögen" die Werte, über die das Unternehmen oder die betroffene Vorsorgeeinrichtung verfügen kann, und die in Bezug auf ihre Verfügbarkeitstermine bewertbar sind. Als Vermögen können nur Aktivposten der Bilanz bezeichnet werden.

Versicherungsdauer (Jahre, Zeitabschnitt)

Von einem Verband für seine Mitglieder organisierte Vorsorgeeinrichtung.

Versicherungsgericht

Jeder Kanton bezeichnet als kantonale Instanz ein Gericht, das über Streitigkeiten, die sich aus einem Vorsorgeverhältnis ergeben, entscheidet. Zürich: Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich in Winterthur.

Versicherungskasse

Häufiger Name einer Vorsorgeeinrichtung des Bundes, eines Kantons oder einer Gemeinde.

Volatilität

Mass für die Schwankungen einer Wertpapierrendite innerhalb einer bestimmten Periode. Meistens wird die Volatilität als auf Jahresbasis umgerechnete Standardabweichung beziffert.

Volle (ganze) Rente

Von einer Versicherungseinrichtung gewährte Rente, vorausgesetzt, dass die Anzahl Beitragsjahre des Versicherten dem Maximum gemäss Reglement entspricht. Dieser Ausdruck wird auch bei einer Vollinvalidität verwendet.

Vollständige, unvollständige Dauer

In der AHV gebräuchliche Begriffe, die bei Pensionskassen nur dann zu verwenden sind, wenn für maximale Leistungen eine Mindestdauer vorgeschrieben ist.

Vormund, Beistand

Der Vormund wahrt die Interessen des Bevormundeten. Er verwaltet das Vermögen der unmündigen oder entmündigten Person. Der Vormund vertritt sein Mündel auch in zivilrechtlichen Angelegenheiten.

Vorsorgegrad

Der Vorsorgegrad entspricht dem Verhältnis zwischen dem Rententotal der ersten und zweiten Säule und dem Bruttolohn. Der Vorsorgegrad kann individuell oder für ein bestimmtes Kollektiv ermittelt werden.

Wagniskapital (Venture Capital)

Wagniskapital bedeutet zugleich Risikokapital, Gründungskapital oder Startkapital. Es handelt sich um Eigenmittel, im allgmeinen Aktienkapital, die von Privatpersonen oder Finanzinstitutionen in Partnerschaft mit den Initiatoren eines Projektes oder den Gründern eines Unternehmens in den Aufbau, die Gründung oder die Entwicklung eines Unternehmens eingebracht werden. Diese Vorgehensweise betrifft nur Projekte mit hohem Wachstumspotential und hoher Wertschöpfung.

Waise

Kind eines verstorbenen Versicherten (aktiv oder pensioniert), das infolge Tod des Versicherten Anspruch auf eine Rente hat. Der Anspruch besteht, solange die reglementarischen Bestimmungen erfüllt sind. Dieser Begriff gilt auch für Kinder, wenn der verstorbene Versicherte für ihren Lebensunterhalt aufkam.

Witwe/Witwer

Ehegatte/Ehegattin eines verstorbenen Versicherten.

Wohneigentumsförderung / WEF

Aktive Versichterte können im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen einen Teil ihres vorhandenen Sparguthabens für selbstbewohntes Wohneigentum für den eigenen Bedarf verpfänden oder vorbeziehen.

Zinsgewinn oder -verlust

Wenn der technische Zinssatz und die Nettorendite auf den Anlagen unterschiedlich sind.